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Geometrie

Mittelsenkrechte, Winkelhalbierende und Abbildungen

Konstruieren mit Zirkel und Geodreieck: zwei Grundkonstruktionen und die drei Abbildungen Achsenspiegelung, Punktspiegelung und Verschiebung.

Benötigte Grundlagen

Diese Themen kommen in diesem Kapitel vor und wurden vorher schon erklärt. Wenn dir eines davon unsicher vorkommt, frisch es kurz auf, sonst leg direkt los.

Einführung

Wo baut man einen Brunnen, der von zwei Dörfern gleich weit entfernt ist? Und wie faltet man einen exakt in zwei gleiche Hälften? Beide Fragen beantworten zwei berühmte Konstruktionen, die seit über 2000 Jahren nur mit Zirkel und Lineal auskommen: die Mittelsenkrechte und die Winkelhalbierende.

Das kannst du nach diesem Kapitel

  • die Mittelsenkrechte einer Strecke mit Zirkel und Lineal konstruieren.

  • die Winkelhalbierende eines konstruieren.

  • die Abstandseigenschaften beider Linien erklären und anwenden.

  • die Konstruktionen auch mit dynamischer Geometriesoftware (z. B. GeoGebra) durchführen.

  • eine Figur mit Zeichengeräten an einer Achse und an einem Punkt spiegeln sowie verschieben.

  • begründen, warum die Spiegelachse die Mittelsenkrechte jeder Strecke PP′‾\overline{PP'} ist.

  • an einer Figur erkennen, ob sie achsensymmetrisch oder punktsymmetrisch ist, und die Achse bzw. das Zentrum einzeichnen.

Die Mittelsenkrechte

Die Mittelsenkrechte mm einer Strecke AB‾\overline{AB} steht senkrecht auf der Strecke und geht durch ihren Mittelpunkt.

Konstruktion mit dem Zirkel:

  1. Zirkel in AA einstechen, größer als die halbe Strecke wählen, je einen Bogen ober- und unterhalb schlagen.
  2. Mit demselben Radius von BB aus zwei Bögen schlagen.
  3. Die beiden Schnittpunkte der Bögen verbinden, fertig ist die Mittelsenkrechte.

Die besondere Eigenschaft, und sie gilt in beide Richtungen: Ein Punkt liegt genau dann auf der Mittelsenkrechten, wenn er von AA und BB gleich weit entfernt ist.

Die eine Richtung ist schnell klar: Liegt PP auf mm, dann ist PP von AA und BB gleich weit entfernt, mm steht ja senkrecht auf der Mitte, links und rechts sieht alles gleich aus.

Für die Konstruktion brauchst du aber die andere Richtung: Ist ein Punkt PP von AA und BB gleich weit entfernt, muss er dann auch auf mm liegen? Ja, und das kannst du mit einem begründen, das du kennst. Wegen ∣PA‾∣=∣PB‾∣|\overline{PA}| = |\overline{PB}| ist das Dreieck ABPABP gleichschenklig mit der Basis AB‾\overline{AB}. Ein gleichschenkliges Dreieck ist achsensymmetrisch, genau das hast du im vorigen Kapitel am Faltbild gesehen, als es um die Basiswinkel ging. Seine Symmetrieachse verläuft durch die Spitze PP und durch die Mitte der Basis, senkrecht auf ihr. Das ist genau die Mittelsenkrechte. Also liegt PP darauf.

Erst damit funktioniert die Konstruktion: Die beiden Bogen-Schnittpunkte haben von AA und von BB denselben Abstand, den Zirkelradius. Nach der eben begründeten Richtung liegen sie deshalb beide auf der Mittelsenkrechten. Und durch zwei Punkte geht genau eine Gerade.

Warum diese Unterscheidung wichtig ist: „Jeder Punkt auf mm ist gleich weit entfernt" allein würde nicht genügen. Daraus folgt nämlich noch nicht, dass jeder gleich weit entfernte Punkt auch auf mm liegen muss, genauso wenig, wie aus „jeder Hund ist ein Säugetier" folgt, dass jedes Säugetier ein Hund ist. Erst die zweite Richtung macht aus der Eigenschaft ein Konstruktionsverfahren.

Warum der Radius größer als die halbe Strecke sein muss

Diese Bedingung in Schritt 1 wird oft überlesen, ist aber entscheidend.

Stell dir vor, du wählst den Radius kleiner als die halbe Strecke: Dann reichen die Bögen um AA und die Bögen um BB nicht bis zur Mitte, sie treffen sich nie, und du bekommst keine Schnittpunkte.

Bei genau der halben Strecke berühren sich die Bögen in einem einzigen Punkt (dem Mittelpunkt). Ein Punkt legt aber noch keine Gerade fest.

Erst ein größerer Radius liefert zwei Schnittpunkte, und durch zwei Punkte geht genau eine Gerade.

Wozu man die Mittelsenkrechte braucht

Die Eigenschaft „überall gleich weit von AA und BB" beantwortet eine ganze Klasse von Fragen: Wo muss ein Treffpunkt liegen, der für zwei Personen gleich weit entfernt ist? Wo verläuft die Grenze zwischen zwei Orten?

Die Antwort ist nie ein einzelner Punkt, sondern immer eine ganze Gerade, darauf liegen unendlich viele mögliche Stellen.

Mittelsenkrechte konstruieren

ABM

Die Hilfsbögen bleiben stehen, an ihnen erkennst du, warum die Konstruktion funktioniert: Alle vier Bögen haben denselben Zirkelradius. Die beiden Schnittpunkte sind deshalb von AA und von BB gleich weit entfernt. Genau das macht ihre Verbindungsgerade zur Mittelsenkrechten: Sie steht senkrecht auf AB‾\overline{AB} (rechter markiert) und trifft die Strecke in ihrem Mittelpunkt MM.

Erkläre es selbst: Beide Zirkel-Schnittpunkte sind von A und B gleich weit entfernt. Warum liegen sie deshalb auf der Mittelsenkrechten, und warum reicht die andere Richtung des Satzes nicht?

Formuliere es erst selbst, am besten so, wie du es einem Mitschüler sagen würdest.

Die Konstruktion liefert dir Punkte mit einer Abstands-Eigenschaft: Beide Schnittpunkte sind von AA und von BB gleich weit entfernt (nämlich genau einen Zirkelradius). Was du daraus schließen willst, ist eine Lage-Aussage: dass sie auf mm liegen.

Du brauchst also die Richtung „gleich weit entfernt ⇒\Rightarrow liegt auf mm". Genau die wurde oben mit dem gleichschenkligen begründet.

Der andere Satz läuft in die falsche Richtung. „Jeder Punkt auf mm ist gleich weit entfernt" sagt dir etwas über Punkte, von denen du schon weißt, dass sie auf mm liegen. Bei den Schnittpunkten weißt du das aber gerade nicht. Das ist ja das, was du zeigen willst.

Das Hund-Beispiel aus dem Text passt genau hierher: Aus „jeder Hund ist ein Säugetier" kannst du bei einem beliebigen Säugetier nicht schließen, dass es ein Hund ist.

Deine Erklärung darf anders klingen. Wichtig ist, dass darin vorkommt: Die Konstruktion gibt dir den Abstand und sucht die Lage, gebraucht wird deshalb der Satz, der vom Abstand auf die Lage schließt.

Die Winkelhalbierende

Die Winkelhalbierende ww teilt einen in zwei gleich große Teilwinkel.

Konstruktion:

  1. Zirkel im Scheitel SS einstechen, einen Bogen schlagen, der beide Schenkel schneidet (Punkte PP und QQ).
  2. Von PP und QQ aus mit gleichem je einen Bogen ins Innere des Winkels schlagen.
  3. Den Schnittpunkt der Bögen (nenne ihn RR) mit SS verbinden.

Warum diese Konstruktion funktioniert

Auch hier steckt die Mittelsenkrechte dahinter, du brauchst nichts Neues:

  • PP und QQ liegen auf einem Bogen um SS, sind von SS also gleich weit entfernt.
  • RR entsteht aus zwei gleich großen Bögen um PP und QQ, ist von PP und QQ also ebenfalls gleich weit entfernt.

Damit sind beide Punkte, SS und RR, von PP und QQ gleich weit entfernt, und nach dem Satz von oben liegen sie deshalb beide auf der Mittelsenkrechten von PQ‾\overline{PQ}. Die Gerade durch SS und RR ist also diese Mittelsenkrechte.

Und eine Mittelsenkrechte ist zugleich eine Spiegelachse: Faltest du die Figur entlang SRSR, fällt PP genau auf QQ, und damit der eine Schenkel auf den anderen. Die beiden Teilwinkel decken sich, sind also gleich groß. Genau das sollte die Konstruktion leisten.

Die besondere Eigenschaft: Jeder Punkt auf der Winkelhalbierenden hat von beiden Schenkeln denselben Abstand.

Auch das folgt aus dem Falten: Ein Punkt auf ww bleibt dabei liegen, die beiden Schenkel tauschen die Plätze. Sein Abstand zum einen Schenkel muss deshalb derselbe sein wie zum anderen.

Winkelhalbierende konstruieren

SPQ

Zuerst schneidet ein Bogen um den Scheitel SS beide Schenkel. So entstehen PP und QQ, die von SS gleich weit entfernt sind. Zwei gleich große Bögen um PP und QQ liefern dann einen Punkt, der von beiden gleich weit entfernt ist. Die Verbindung zu SS teilt den in zwei gleich große Teile (beide Teilwinkel gleich eingefärbt).

Warum konstruieren statt messen?

Zirkel-und-Lineal-Konstruktionen sind exakt: Messen und Halbieren mit dem Lineal erzeugt immer kleine Fehler. In Geometriesoftware (z. B. GeoGebra) bleiben Konstruktionen sogar beweglich: Ziehst du an AA oder BB, wandert die Mittelsenkrechte automatisch korrekt mit.

Beide Konstruktionen brauchst du bald wieder, für Umkreis und Inkreis in Klasse 7.

Achsenspiegelung: die Mittelsenkrechte ist die Spiegelachse

Bis hierher hast du die Mittelsenkrechte als Konstruktion kennengelernt. Jetzt kommt der Grund, warum sie eine der wichtigsten Linien der Geometrie ist.

Achsensymmetrisch, was heißt das?

Eine Figur heißt achsensymmetrisch, wenn man sie so falten kann, dass beide Hälften genau aufeinanderpassen. Die Faltkante heißt Symmetrieachse, und weil an ihr gespiegelt wird, sagt man auch Spiegelachse.

Probier es an einem Blatt Papier aus: Falte es einmal, schneide eine beliebige Form hinein und klappe es auf. Was entsteht, ist immer achsensymmetrisch, die Falte ist die Achse.

Original und Bild

Beim Spiegeln bekommt jeder Punkt einen Partner:

  • Der Punkt AA der Ausgangsfigur heißt Originalpunkt (oder Urbildpunkt).
  • Sein Partner A′A' (sprich: „A Strich") heißt Bildpunkt.

Die ganze gespiegelte Figur heißt Bildfigur.

🔴 Warum die Achse eine Mittelsenkrechte ist

Schau dir an, wie AA und A′A' zur Achse liegen. Zwei Dinge gelten immer:

  1. Die Verbindungsstrecke AA′‾\overline{AA'} trifft die Achse im rechten .
  2. Die Achse teilt AA′‾\overline{AA'} in zwei gleich lange Abschnitte, AA und A′A' sind also gleich weit von der Achse entfernt.

Steht dir das bekannt vor? Genau diese zwei Eigenschaften hast du oben als Definition der Mittelsenkrechten gelernt. Also gilt:

Die Spiegelachse ist die Mittelsenkrechte jeder Strecke AA′‾\overline{AA'} zwischen einem Punkt und seinem Bildpunkt.

Das ist keine Ähnlichkeit, sondern dieselbe Sache. Und daraus folgt sofort etwas Praktisches:

Wenn du eine Figur und ihre Bildfigur siehst, kannst du die Achse finden, du konstruierst einfach die Mittelsenkrechte einer einzigen Strecke AA′‾\overline{AA'}. Ein Punktepaar genügt.

Spiegeln mit dem Geodreieck

  1. Lege das Geodreieck so an, dass eine seiner Querlinien auf der Achse liegt. Dann steht die Kante des Geodreiecks senkrecht auf der Achse.
  2. Miss von AA aus den Abstand bis zur Achse.
  3. Trage denselben Abstand auf der anderen Seite ab und markiere dort A′A'.
  4. Wiederhole das für jeden Eckpunkt.
  5. Verbinde die Bildpunkte in derselben Reihenfolge wie im Original.

Was bleibt liegen?

Punkte, die auf der Achse liegen, bleiben, wo sie sind: Ihr Abstand zur Achse ist null, also ist der Bildpunkt der Punkt selbst. Solche Punkte heißen Fixpunkte.

Der Unterschied zu Klasse 5

Im hast du bereits gespiegelt, dort kippte einfach ein Vorzeichen (A(3∣2)→A′(−3∣2)A(3 \mid 2) \to A'(-3 \mid 2) beim Spiegeln an der yy-Achse). Das funktioniert aber nur, solange die Achse eine der beiden Koordinatenachsen ist.

Die Konstruktion hier funktioniert an jeder Achse, auch an einer schrägen. Sie ist der allgemeine Fall, das Rechnen mit Vorzeichen ist der bequeme Sonderfall.

aABCA′B′C′

Die gestrichelten Verbindungen zeigen, was beim Spiegeln passiert: Jede Strecke AA′‾\overline{AA'} trifft die Achse im rechten und wird von ihr in zwei gleich lange Abschnitte geteilt (Querstriche). Genau das ist die Definition der Mittelsenkrechten. Deshalb ist die Spiegelachse die Mittelsenkrechte jeder dieser Strecken.

Punktspiegelung und Verschiebung

Die Achsenspiegelung ist nicht die einzige Möglichkeit, eine Figur zu bewegen, ohne sie zu verformen. Zwei weitere brauchst du.

Punktspiegelung

Statt an einer Geraden wird hier an einem Punkt gespiegelt. Dieser Punkt heißt Symmetriepunkt oder Zentrum ZZ.

Stell dir vor, du drehst die Figur um ZZ um eine halbe Umdrehung (180°180°), genau das kommt dabei heraus. Deshalb steht die Bildfigur „auf dem Kopf".

Für jeden Punkt gilt:

AA, ZZ und A′A' liegen auf einer Geraden, und ZZ liegt genau in der Mitte zwischen AA und A′A'.

So konstruierst du:

  1. Zeichne eine Gerade durch AA und ZZ.
  2. Miss den Abstand von AA bis ZZ.
  3. Trage denselben Abstand von ZZ aus weiter in dieselbe Richtung ab. Dort liegt A′A'.
  4. Für jeden Eckpunkt wiederholen, dann in derselben Reihenfolge verbinden.

Eine Figur heißt punktsymmetrisch, wenn sie nach dieser halben Drehung genauso aussieht wie vorher. Der Buchstabe N ist es, das Wort ANNA auf den Kopf gestellt ebenfalls. Probier es aus, indem du das Blatt umdrehst.

🔴 Nur ein Fixpunkt. Bei der Punktspiegelung bleibt genau ein Punkt liegen: das Zentrum ZZ selbst. Bei der Achsenspiegelung war es eine ganze Gerade voller Fixpunkte.

Verschiebung

Hier wird nichts gespiegelt und nichts gedreht: Jeder Punkt der Figur macht denselben Weg: dieselbe Richtung, dieselbe Länge. Man zeichnet diesen Weg als Pfeil.

Deshalb sind alle Verschiebungspfeile einer Figur parallel und gleich lang. Wäre auch nur einer anders, würde die Figur verzerrt.

Im kennst du das schon aus Klasse 5: „33 nach rechts, 22 nach unten" macht aus (x∣y)(x \mid y) den Punkt (x+3∣y−2)(x+3 \mid y-2), für alle Punkte dieselbe Rechnung.

Was bei allen dreien gleich bleibt

Achsenspiegelung, Punktspiegelung und Verschiebung haben eines gemeinsam: Sie bewegen die Figur, aber sie verformen sie nicht.

Größebleibt gleich?
Längen der Streckenja
Größen der ja
ja
Lage in der Zeichnungnein

Original und Bild sind deshalb deckungsgleich. Man sagt auch kongruent. Genau das prüfst du in Klasse 7 systematisch mit den Kongruenzsätzen.

🔴 Ein Unterschied bleibt trotzdem. Bei der Verschiebung und der Punktspiegelung kannst du die Bildfigur durch Schieben und Drehen wieder aufs Original legen. Bei der Achsenspiegelung nicht, dazu müsstest du das Blatt umdrehen. Deshalb lässt sich dein Spiegelbild auch nicht mit dir zur Deckung bringen: Es hebt die andere Hand.

ABCA′B′C′Z

Bei der Punktspiegelung liegen Original, Zentrum und Bildpunkt auf einer Geraden, und ZZ liegt genau in der Mitte (die beiden Querstriche markieren die gleich langen Abschnitte). Die Bildfigur erscheint um 180°180° gedreht. Das ist derselbe Effekt, den du siehst, wenn du das Blatt auf den Kopf stellst.

Der gerechte Brunnen

Die Dörfer AA und BB liegen 6 km auseinander. Ein Brunnen soll von beiden Dörfern gleich weit entfernt sein. Wo darf er gebaut werden?

  1. 1

    Die Aufgabe in Mathematik übersetzen. Gesucht sind alle Punkte, die von AA und von BB denselben Abstand haben.

    Achte auf die Formulierung „wo darf er gebaut werden": Gefragt ist nicht ein Punkt, sondern alle möglichen Stellen. Das ist ein Hinweis darauf, dass die Antwort mehr als ein Punkt sein wird.

  2. 2

    Schritt 1: Die naheliegende Antwort prüfen. Der Mittelpunkt der Strecke AB‾\overline{AB} erfüllt die Bedingung. Er ist von beiden 33 km entfernt.

    Aber ist er die einzige Lösung? Nein. Denk an einen Punkt weit abseits der Verbindungslinie, genau „mittig zwischen" den Dörfern: Auch er kann von beiden gleich weit weg sein.

    Es gibt also mehr Lösungen als nur den Streckenmittelpunkt.

  3. 3

    Schritt 2: Die passende Konstruktion erkennen. „Von zwei Punkten gleich weit entfernt" ist genau die Eigenschaft der Mittelsenkrechten.

    Brunnen liegt auf der Mittelsenkrechten von AB‾\text{Brunnen liegt auf der Mittelsenkrechten von } \overline{AB}
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    Schritt 3: Konstruieren.

    1. Strecke AB‾\overline{AB} zeichnen (im , etwa 66 cm für 66 km).
    2. Zirkel in AA einstechen, größer als 33 km wählen (im Maßstab also über 33 cm), je einen Bogen ober- und unterhalb schlagen.
    3. Mit demselben Radius von BB aus zwei Bögen schlagen.
    4. Die beiden Schnittpunkte verbinden.
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    Schritt 4: Die Antwort richtig formulieren. Der Brunnen darf an jeder Stelle der Mittelsenkrechten stehen.

    Das sind unendlich viele mögliche Orte. Alle sind gleich gerecht.

    Eine Antwort wie „genau in der Mitte zwischen den Dörfern" wäre unvollständig: Sie nennt nur einen einzigen der möglichen Punkte.

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    Schritt 5: Kontrolle durch Messen. Wähle irgendeinen Punkt PP auf deiner konstruierten Geraden (ruhig weit außerhalb der Strecke) und miss PA‾\overline{PA} und PB‾\overline{PB}.

    Beide Strecken sind gleich lang ✓

    Wiederhole es mit einem zweiten Punkt. Dass es bei jedem Punkt der Geraden funktioniert, ist der eigentliche Beleg dafür, dass die Konstruktion stimmt.

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    Schritt 6: Wie man in der Praxis entscheidet. In einer echten Planung würde man weitere Bedingungen hinzunehmen, etwa „möglichst nah an der Straße" oder „auf festem Untergrund".

    Die Mathematik liefert hier die Menge aller zulässigen Orte, die endgültige Wahl trifft dann ein zusätzliches Kriterium. Genau so arbeitet man auch bei drei Dörfern weiter: Dort schneidet man zwei Mittelsenkrechte, und übrig bleibt ein einziger Punkt.

Der Brunnen darf an jedem Punkt der Mittelsenkrechten von AB‾\overline{AB} gebaut werden, nicht nur in der Streckenmitte.

Zum Mitnehmen: „Von zwei Punkten gleich weit entfernt" bedeutet immer: auf der Mittelsenkrechten. Die Lösung ist eine ganze Gerade, kein einzelner Punkt.

Winkel in vier gleiche Teile

Ein von 88°88° soll nur mit Zirkel und Lineal in vier gleiche Teile geteilt werden. Beschreibe das Vorgehen.

  1. 1

    Was ist erlaubt, und was nicht? „Nur mit Zirkel und Lineal" heißt: nicht messen und nicht rechnen. Du darfst also nicht 88°:4=22°88° : 4 = 22° ausrechnen und diesen Winkel abtragen.

    Warum diese Einschränkung? Konstruktionen sind exakt, Messen ist es nie. Jede Ablesung am Geodreieck bringt einen kleinen Fehler mit, bei vier Winkeln nacheinander summiert er sich.

    Das einzige Werkzeug, das du hast: die Winkelhalbierende. Sie teilt einen Winkel in zwei gleiche Teile.

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    Schritt 1: Die Idee finden. Du kannst nur halbieren, gesucht sind aber Viertel. Wie kommst du von Hälften zu Vierteln?

    Halbieren  →  zwei Ha¨lftenjede Ha¨lfte halbieren  →  vier Viertel\text{Halbieren} \;\to\; \text{zwei Hälften} \qquad \text{jede Hälfte halbieren} \;\to\; \text{vier Viertel}

    Zweimal halbieren ergibt vierteln. Das ist der ganze Trick.

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    Schritt 2: Die erste Winkelhalbierende konstruieren.

    1. Zirkel im Scheitel SS einstechen, einen Bogen schlagen, der beide Schenkel schneidet (PP und QQ).
    2. Von PP und QQ aus mit gleichem je einen Bogen ins Innere schlagen.
    3. Den Schnittpunkt mit SS verbinden.

    Der 88°88°-Winkel ist jetzt in zwei Winkel von je 44°44° geteilt.

  4. 4

    Schritt 3: Beide Hälften halbieren. Wende dasselbe Verfahren noch zweimal an, einmal auf die linke, einmal auf die rechte Hälfte.

    Jede Hälfte zerfällt dabei in zwei Teile von je 22°22°.

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    Schritt 4: Das Ergebnis. Der ursprüngliche Winkel ist nun in vier gleich große Teile zerlegt:

    88°:4=22°88° : 4 = 22°

    Wichtig: Diese 22°22° hast du nicht gemessen, sondern konstruiert. Die Zahl dient nur zur Kontrolle.

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    Schritt 5: Kontrolle. Miss zum Schluss einen der vier Teilwinkel nach, er sollte etwa 22°22° betragen.

    Noch besser ist die Summenprobe: Alle vier Teile müssen zusammen wieder den Ausgangswinkel ergeben:

    4⋅22°=88°  ✓4 \cdot 22° = 88° \;\checkmark
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    Schritt 6: Wo die Grenze liegt. Mit dieser Methode kannst du in 22, 44, 88, 1616 … Teile teilen, also immer in Zweierpotenzen, weil jeder Schritt verdoppelt.

    In drei gleiche Teile lässt sich ein beliebiger Winkel dagegen nicht mit Zirkel und Lineal teilen. Das ist keine Frage des Geschicks: Man hat mathematisch bewiesen, dass es unmöglich ist. Diese berühmte Frage heißt „Dreiteilung des Winkels" und beschäftigte Mathematiker über zweitausend Jahre.

Zweimal halbieren: Erst die Winkelhalbierende des ganzen Winkels konstruieren, dann die Winkelhalbierende jeder entstandenen Hälfte. So entstehen vier Teilwinkel von je 22°22°, ohne zu messen.

Zum Mitnehmen: Mit der Winkelhalbierenden lässt sich in 22, 44, 88 … gleiche Teile zerlegen. Eine Dreiteilung ist mit Zirkel und Lineal nachweislich unmöglich.

Die Spiegelachse finden

Auf einem Blatt stehen zwei deckungsgleiche ABCABC und A′B′C′A'B'C'. Sie sollen durch eine Achsenspiegelung auseinander hervorgegangen sein. Finde die Spiegelachse, ohne zu raten.

  1. 1

    Was weiß ich über die Achse?

    Die Achse muss von jedem Originalpunkt und seinem Bildpunkt gleich weit entfernt sein und auf jeder Verbindungsstrecke senkrecht stehen.

    Das sind genau die zwei Eigenschaften der Mittelsenkrechten. Ich muss die Achse also nicht suchen. Ich kann sie konstruieren.

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    Schritt 1: Ein Punktepaar auswählen.

    Ich verbinde AA mit A′A' zu einer Strecke AA′‾\overline{AA'}.

    Welches Paar ich nehme, ist gleichgültig, die Achse ist für alle Paare dieselbe. Ich wähle das, dessen Punkte am weitesten auseinanderliegen: Dort ist die Konstruktion am genauesten.

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    Schritt 2: Die Mittelsenkrechte von AA′‾\overline{AA'} konstruieren.

    Zirkel auf mehr als die halbe Streckenlänge einstellen, je einen Bogen um AA und um A′A' schlagen, die beiden Schnittpunkte verbinden.

    Das ist genau die Konstruktion vom Anfang dieses Kapitels. Hier wird sie gebraucht.

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    Schritt 3: Probe an einem zweiten Paar.

    Die gefundene Gerade muss auch BB′‾\overline{BB'} senkrecht halbieren. Ich prüfe das mit dem Geodreieck nach.

    Stimmt es, ist die Achse gefunden. Stimmt es nicht, dann sind die beiden Dreiecke nicht durch eine Achsenspiegelung auseinander hervorgegangen, dann steckt eine Punktspiegelung, eine Verschiebung oder eine Kombination dahinter.

Die Spiegelachse ist die Mittelsenkrechte von AA′‾\overline{AA'}. Die Probe an einem zweiten Punktepaar bestätigt sie und deckt zugleich auf, wenn gar keine Achsenspiegelung vorliegt.

Typischer Fehler

Bei der Mittelsenkrechten-Konstruktion wird der Zirkelradius kleiner als die halbe Strecke gewählt, „die Bögen schneiden sich einfach nicht!"

Zwei um AA und BB schneiden sich nur, wenn ihre zusammen größer als die Strecke sind. Wähle den Radius deutlich größer als die halbe Streckenlänge (z. B. ¾ der Strecke). Dann entstehen zwei saubere, weit auseinanderliegende Schnittpunkte, und die Mittelsenkrechte wird präzise.

Abstand zur Achse falsch gemessen

„Der Punkt AA ist 33 cm von der Achse entfernt, ich messe einfach waagerecht bis zur Achse und trage 33 cm auf der anderen Seite ab."

Das geht nur gut, solange die Achse senkrecht verläuft. Bei einer schrägen Achse ist der waagerecht gemessene Weg länger als der tatsächliche Abstand, und der Bildpunkt landet falsch.

Der Abstand eines Punktes zu einer Geraden ist immer senkrecht zu messen. Das ist der kürzeste Weg. Lege das Geodreieck deshalb so an, dass eine seiner Querlinien auf der Achse liegt; dann steht die Kante automatisch senkrecht darauf, und du misst richtig.

Selbstkontrolle: Verbinde AA und A′A' nach der Konstruktion mit einer gestrichelten Linie. Trifft sie die Achse im rechten und wird sie von ihr halbiert, hast du richtig gespiegelt. Wenn nicht, liegt der Fehler beim Messen.

Übung 1

leicht

Zeichne eine Strecke AB‾\overline{AB} mit ∣AB‾∣=7 cm|\overline{AB}| = 7\,\text{cm} und konstruiere ihre Mittelsenkrechte. Kontrolliere durch Messen.

Tipp anzeigen

z. B. 5 cm, von beiden Endpunkten aus.

Lösung anzeigen

Bögen mit gleichem Radius (z. B. 5 cm) um AA und BB, Schnittpunkte oben und unten verbinden.

Kontrolle: Die Gerade schneidet AB‾\overline{AB} bei 3,5 cm und bildet mit ihr einen 90°-.

Detaillierte Schritterklärung anzeigen

Hier wird jeder Schritt einzeln erklärt, vor allem, warum er gemacht wird.

Erklärungstiefe

✦ Empfohlen: Standard – Die normale Erklärungstiefe passt zum Einstieg.

  1. 1

    Strecke zeichnen und Zirkel einstellen

    AB‾\overline{AB} mit 77 cm zeichnen. Zirkelradius GRÖSSER als die halbe Strecke wählen (z. B. 55 cm), sonst schneiden sich die Bögen nicht.

  2. 2

    Bögen schlagen und verbinden

    Mit dem GLEICHEN Radius je einen Bogen um AA und um BB schlagen, sie schneiden sich oberhalb und unterhalb der Strecke. Beide Schnittpunkte verbinden: Das ist die Mittelsenkrechte.

  3. 3

    Durch Messen kontrollieren

    Kontrolle: Die Gerade schneidet AB‾\overline{AB} bei 3,53{,}5 cm (Mitte) und bildet mit ihr einen 90°90°-Winkel: Lineal und Geodreieck bestätigen beides.

Übung 2

mittel

Zeichne einen von 70°70° und konstruiere seine Winkelhalbierende. Prüfe durch Messen. Welchen Abstand hat ein Punkt der Winkelhalbierenden von den beiden Schenkeln?

Tipp anzeigen

Bogen um den Scheitel, dann zwei gleiche Bögen von den Schnittpunkten.

Lösung anzeigen

Nach der Konstruktion misst jeder Teilwinkel 35°35°.

Ein Punkt der Winkelhalbierenden hat von beiden Schenkeln denselben (senkrecht gemessenen) Abstand. Das ist ihre Kern-Eigenschaft.

Detaillierte Schritterklärung anzeigen

Hier wird jeder Schritt einzeln erklärt, vor allem, warum er gemacht wird.

Erklärungstiefe

✦ Empfohlen: Standard – Die normale Erklärungstiefe passt zum Einstieg.

  1. 1

    Winkel zeichnen und ersten Bogen schlagen

    70°70°-Winkel mit dem Geodreieck zeichnen. Dann ein Bogen um den Scheitel: Er schneidet beide Schenkel in je einem Punkt.

  2. 2

    Zwei Bögen kreuzen und Halbierende ziehen

    Um beide Schnittpunkte je einen Bogen mit GLEICHEM schlagen; sie kreuzen sich im Winkelfeld. Scheitel mit dem Kreuzungspunkt verbinden, fertig ist die Winkelhalbierende. Messkontrolle: je 35°35°.

  3. 3

    Die Abstands-Eigenschaft festhalten

    Jeder Punkt der Winkelhalbierenden hat von beiden Schenkeln DENSELBEN senkrecht gemessenen Abstand, das ist ihre Kern-Eigenschaft.

Übung 3

schwer

Drei Orte AA, BB und CC bilden ein . Ein Spielplatz soll von AA und BB gleich weit entfernt sein UND von BB und CC gleich weit. Wie findest du den Punkt, und was gilt dort automatisch auch für AA und CC?

Tipp anzeigen

Zwei Mittelsenkrechten schneiden sich in einem Punkt.

Lösung anzeigen

Konstruiere die Mittelsenkrechte von AB‾\overline{AB} (gleich weit von AA und BB) und die von BC‾\overline{BC} (gleich weit von BB und CC). Ihr Schnittpunkt erfüllt beide Bedingungen.

Dort gilt: Abstand zu AA = Abstand zu BB = Abstand zu CC, der Punkt ist automatisch auch von AA und CC gleich weit entfernt! (Dieser besondere Punkt heißt Umkreismittelpunkt, mehr dazu in Klasse 7.)

Detaillierte Schritterklärung anzeigen

Hier wird jeder Schritt einzeln erklärt, vor allem, warum er gemacht wird.

Erklärungstiefe

✦ Empfohlen: Standard – Die normale Erklärungstiefe passt zum Einstieg.

  1. 1

    Bedingungen in Ortslinien übersetzen

    „Gleich weit von AA und BB" heißt: auf der Mittelsenkrechten von AB‾\overline{AB}. „Gleich weit von BB und CC": auf der Mittelsenkrechten von BC‾\overline{BC}.

  2. 2

    Schnittpunkt konstruieren

    Beide Mittelsenkrechten konstruieren (Zirkelmethode aus Übung 1); ihr Schnittpunkt ist der gesuchte Ort für den Spielplatz.

    Zwischenergebnis

    Genau ein passender Punkt

  3. 3

    Der Gratis-Effekt für A und C

    Am Schnittpunkt gilt: Abstand zu AA = Abstand zu BB UND Abstand zu BB = Abstand zu CC, also automatisch Abstand zu AA = Abstand zu CC. Der Punkt ist von ALLEN drei Orten gleich weit entfernt.

Übung: Abbildungen erkennen und konstruieren

mittel

a) Zeichne ein mit den Eckpunkten A(1∣1)A(1 \mid 1), B(4∣2)B(4 \mid 2) und C(2∣5)C(2 \mid 5) in ein . Spiegle es an der Geraden x=6x = 6 (einer senkrechten Geraden durch 66 auf der xx-Achse) und gib die Bildpunkte an.

b) Spiegle dasselbe Dreieck punktsymmetrisch am Zentrum Z(0∣0)Z(0 \mid 0) und gib die Bildpunkte an.

c) Welche der folgenden Großbuchstaben sind achsensymmetrisch, welche punktsymmetrisch, welche beides, welche keines von beidem?

AHNSF\text{A} \qquad \text{H} \qquad \text{N} \qquad \text{S} \qquad \text{F}
Tipp anzeigen

Zu a): Der Abstand von AA zur Geraden x=6x=6 ist 6−1=56-1 = 5. Der Bildpunkt liegt 55 Einheiten auf der anderen Seite. Zu b): ZZ ist der Ursprung, überlege, was eine halbe Drehung um den Ursprung mit den Vorzeichen macht.

Lösung anzeigen

a) Spiegelung an der Geraden x=6x = 6.

Die yy-Werte ändern sich nicht (die Achse ist senkrecht). Für die xx-Werte gilt: Der Bildpunkt liegt genauso weit rechts der Achse, wie das Original links davon liegt.

PunktAbstand zur AchseBildpunkt
A(1∣1)A(1 \mid 1)6−1=56-1 = 5A′(11∣1)A'(11 \mid 1)
B(4∣2)B(4 \mid 2)6−4=26-4 = 2B′(8∣2)B'(8 \mid 2)
C(2∣5)C(2 \mid 5)6−2=46-2 = 4C′(10∣5)C'(10 \mid 5)

Probe: Die Mitte zwischen A(1∣1)A(1\mid1) und A′(11∣1)A'(11\mid1) liegt bei x=1+112=6x = \tfrac{1+11}{2} = 6, also genau auf der Achse. ✓

b) Punktspiegelung am Ursprung.

Z(0∣0)Z(0 \mid 0) muss in der Mitte zwischen Punkt und Bildpunkt liegen. Aus x+x′2=0\tfrac{x + x'}{2} = 0 folgt x′=−xx' = -x, ebenso y′=−yy' = -y. Beide Vorzeichen kippen also:

A′(−1∣−1),B′(−4∣−2),C′(−2∣−5)A'(-1 \mid -1), \qquad B'(-4 \mid -2), \qquad C'(-2 \mid -5)

Probe: Die Mitte zwischen B(4∣2)B(4\mid2) und B′(−4∣−2)B'(-4\mid-2) ist (0∣0)(0 \mid 0). ✓

c) Die Buchstaben.

Buchstabeachsensymmetrischpunktsymmetrisch
Aja (senkrechte Achse)nein
Hja (senkrecht und waagerecht)ja
Nneinja
Sneinja
Fneinnein

🔴 Der lehrreiche Fall ist das N. Es sieht symmetrisch aus, hat aber keine Spiegelachse. Jede Faltung bringt die Schräge auf die falsche Seite. Erst die halbe Drehung führt es in sich selbst über. Achsensymmetrie und Punktsymmetrie sind eben zwei verschiedene Eigenschaften: H hat beide, A nur die eine, N nur die andere, F keine.

Zusammenfassung

Die Mittelsenkrechte (senkrecht durch die Streckenmitte) sammelt alle Punkte mit gleichem Abstand zu zwei Punkten; die Winkelhalbierende sammelt alle Punkte mit gleichem Abstand zu zwei Schenkeln. Beide entstehen exakt mit Zirkel und Lineal, gleicher ist dabei das Geheimnis. Diese Konstruktionen sind das Fundament für Umkreis und Inkreis.