Funktionen
Quadratische Funktionen und Parabeln
Normalparabel, Scheitelpunktform und Nullstellen, die Kurve hinter jedem Wurf.
Benötigte Grundlagen
Diese Themen kommen in diesem Kapitel vor und wurden vorher schon erklärt. Wenn dir eines davon unsicher vorkommt, frisch es kurz auf, sonst leg direkt los.
Einführung
Springbrunnen, Basketballwurf, Brückenbogen, überall dieselbe elegante Kurve: die Parabel. Sie ist der Graph der quadratischen Funktion, und ihr wichtigster Punkt ist der Scheitel: der höchste (oder tiefste) Punkt. Mit der Scheitelpunktform liest du ihn direkt aus der ab, und steuerst Parabeln durch das wie mit einer Fernbedienung.
Das kannst du nach diesem Kapitel
die Normalparabel und ihre Eigenschaften beschreiben.
aus der Scheitelpunktform Scheitel, Öffnung und Streckung ablesen.
Parabeln skizzieren und Transformationen (verschieben, strecken, spiegeln) beschreiben.
grafisch deuten und rechnerisch bestimmen.
zwischen Scheitelpunktform und Normalform wechseln.
Warum die Parabel so aussieht, wie sie aussieht
Die einfachste quadratische Funktion ist
Ihr Graph heißt Normalparabel. Bevor wir Eigenschaften aufzählen, verschaffen wir uns die Form selbst, indem wir Werte einsetzen. Genau so hättest du sie auch ohne Vorwissen gefunden:
In dieser Tabelle stecken alle drei wichtigen Eigenschaften der Kurve. Lies sie der Reihe nach ab.
1. Nichts liegt unter der x-Achse
Alle -Werte sind positiv oder null, nie negativ. Der Grund: entsteht durch Quadrieren, und ein kann nicht negativ sein (dieselbe Erkenntnis wie beim Wurzelziehen). Deshalb liegt die ganze Kurve oberhalb der -Achse oder berührt sie.
2. Der tiefste Punkt liegt im Ursprung
Der kleinste mögliche -Wert ist , und er tritt genau bei auf. Dieser tiefste Punkt heißt Scheitel (oder Scheitelpunkt), bei der Normalparabel also . Der Scheitel ist der wichtigste Punkt jeder Parabel: Bei einer nach oben geöffneten Kurve ist er das Minimum, bei einer nach unten geöffneten das Maximum. Genau deshalb interessiert er in Anwendungen: höchster Punkt des Basketballwurfs, größter , geringste Kosten.
3. Links und rechts sieht es gleich aus
Schau in der Tabelle auf und : beide ergeben . Das gilt immer, denn beim Quadrieren fällt das Vorzeichen weg:
Deshalb ist die Parabel achsensymmetrisch zur -Achse, die linke Hälfte ist das Spiegelbild der rechten. Diese Symmetrie ist praktisch: Kennst du einen Punkt, kennst du auch seinen Partner auf der anderen Seite.
Und warum ist die Kurve gebogen und nicht gerade?
Weil die -Werte immer schneller wachsen. Von auf steigt um , von auf schon um , von auf um . Bei einer Geraden wäre der Zuwachs immer gleich (das war die in Klasse 8). Hier wird er größer und größer. Genau dieses zunehmende Wachstum biegt die Linie nach oben.
Ein Punkt, der oft schiefgeht: Bei liegen die Merkpunkte , und . Wer die Parabel durch zeichnet, hat Quadrieren mit Verdoppeln verwechselt.
Normalparabel
Die Normalparabel : nach oben geöffnet, Scheitel im Ursprung, achsensymmetrisch zur y-Achse. Merk-Wertepaare , , .
Die Parabel bewegen, und warum das Minus nach rechts schiebt
Alle quadratischen Funktionen haben dieselbe Grundform. Sie unterscheiden sich nur darin, wo die Parabel liegt und wie weit sie geöffnet ist. Diese Informationen kann man einer besonders praktischen Schreibweise direkt ansehen, der Scheitelpunktform:
Wir bauen sie in drei Schritten auf, einen Parameter nach dem anderen. Danach kannst du jede Parabel steuern wie mit einer Fernbedienung.
Schritt 1: verschiebt nach oben und unten
Nimm . Jeder -Wert der Normalparabel wird um größer, also liegt jeder Punkt der Kurve Einheiten höher. Die ganze Parabel wandert nach oben, der Scheitel von nach . Bei entsprechend nach unten. Das ist unmittelbar einleuchtend.
Schritt 2: verschiebt nach links und rechts, hier musst du aufpassen
Nimm . Fast alle tippen zuerst auf „nach links, weil da ein Minus steht". Es geht aber nach rechts. Warum?
Frag dich, wo diese Parabel ihren tiefsten Punkt hat. Das ist am kleinsten, wenn der Klammerinhalt null ist:
Der Scheitel liegt also bei , und das ist Einheiten rechts vom Ursprung. Du kannst es auch so sehen: Damit die Klammer denselben Wert annimmt wie vorher allein, muss jetzt um größer sein, jeder Punkt braucht ein größeres , wandert also nach rechts.
Deshalb steht in der Formel ein Minus: hat den Scheitel bei . Das Minus ist schon eingebaut, damit du direkt ablesen kannst.
Beim zweiten Beispiel steht ein Plus in der Klammer. Schreibe es dir notfalls um: , also . Faustregel: Das Vorzeichen in der Klammer dreht sich beim Ablesen um, das von nicht.
Der Scheitel ist damit , genau deshalb heißt die Form so. Und die Symmetrieachse ist die senkrechte Gerade durch den Scheitel (siehe Bild). Dass die verschobene Parabel wirklich spiegelsymmetrisch zu dieser Geraden ist, prüfst du mit demselben Argument wie bei der Normalparabel: Gehe von aus um ein Stück nach rechts oder nach links. In der Klammer steht dann beziehungsweise , und beim Quadrieren ist . Beide Stellen bekommen also denselben -Wert.
Schritt 3: verändert Öffnung und Breite
Der Faktor wirkt auf jeden -Wert:
- : alle -Werte bleiben positiv → die Parabel öffnet nach oben, der Scheitel ist der tiefste Punkt.
- : jeder -Wert wechselt das Vorzeichen, die Kurve wird an der Waagerechten umgeklappt → sie öffnet nach unten, der Scheitel ist der höchste Punkt.
- : die -Werte werden vervielfacht, die Kurve steigt schneller → sie wirkt schmaler (gestreckt).
- : die -Werte werden verkleinert, die Kurve steigt langsamer → sie wirkt breiter (gestaucht).
Wichtig: verschiebt den Scheitel nicht, und das kannst du sehen: Am Scheitel ist die Klammer null, und , egal welches davorsteht. Dort bleibt also immer übrig, der Scheitel liegt für jedes bei . Streckung und Verschiebung sind deshalb unabhängig voneinander, du kannst beide getrennt ablesen.
Alles auf einen Blick
| Parameter | Was er tut | Beispiel |
|---|---|---|
| verschiebt waagerecht (Vorzeichen umdrehen!) | → nach rechts | |
| verschiebt senkrecht | → nach oben | |
| Vorzeichen von | öffnet nach oben () oder unten () | → nach unten |
| Betrag von | schmaler () oder breiter () | → breiter |
Die beiden Bilder unten zeigen zuerst eine verschobene Parabel mit Scheitel und Symmetrieachse, dann drei Parabeln mit verschiedenen -Werten. (Die nach unten geöffnete rote ist zusätzlich nach oben geschoben, damit sie ganz im Bild bleibt, vergleiche an ihr trotzdem nur die Form.)
Scheitelpunktform y = (x−3)² + 1
In der Scheitelpunktform liest du den Scheitel direkt ab: . Hier : Achtung, das Minus in der Klammer bedeutet Verschiebung nach rechts. Die gestrichelte Linie ist die Symmetrieachse .
Wirkung des Parameters a
Der Parameter steuert die Form: streckt (schmaler, grün), staucht (breiter, blau), spiegelt, die Parabel öffnet nach unten (rot).
Nullstellen: derselbe Rechenweg wie im letzten Kapitel
Die einer Funktion sind die Stellen, an denen ihr Graph die -Achse trifft. Auf der -Achse ist der -Wert null, deshalb der Name, und deshalb lautet die Bedingung einfach
Damit wird aus der Funktionsgleichung eine , und genau die hast du im vorigen Kapitel gelöst. Hier kommt also nichts Neues hinzu; du erkennst nur wieder, wozu es gut war.
Welchen Weg du wählst, hängt von der Schreibweise ab
Liegt die Scheitelpunktform vor, brauchst du keine Formel. Das kommt nur einmal vor (in der Klammer), also isolierst du das und ziehst die , mit :
Also und .
Liegt die Normalform vor (), nimmst du die p-q-Formel.
Zwei Kontrollen, die du dir merken solltest
Die Symmetrie: Die beiden Nullstellen liegen immer symmetrisch um die Scheitelachse, im Beispiel liegt der Scheitel bei , und und haben beide den Abstand davon. Passt das bei dir nicht, hast du dich verrechnet. Umgekehrt kannst du aus zwei Nullstellen sofort die Scheitelstelle bestimmen: Sie liegt genau in der Mitte, also bei .
Die Anzahl kannst du vorher sehen: Du brauchst nur Scheitel und Öffnungsrichtung.
| Scheitel liegt … | Öffnung nach oben | Öffnung nach unten |
|---|---|---|
| unter der x-Achse | zwei Nullstellen | keine |
| auf der x-Achse | genau eine | genau eine |
| über der x-Achse | keine | zwei |
Das ist dieselbe Dreiteilung wie bei der , nur von der Bildseite aus betrachtet. Eine nach unten geöffnete Parabel mit Scheitel weit oben muss die Achse zweimal treffen. Sie kommt ja irgendwann wieder herunter.
Nicht verwechseln: Der Scheitel ist ein Punkt mit zwei Koordinaten und immer vorhanden. Nullstellen sind -Werte, und es kann sie zweimal, einmal oder gar nicht geben.
Erkläre es selbst: Warum liegen die beiden Nullstellen einer Parabel immer gleich weit von der Scheitelstelle entfernt, und was bringt dir das beim Kontrollieren?
Versuch es erst selbst, der Baustein steht im Abschnitt über die Scheitelpunktform.
Dort haben wir begründet: Gehst du von der Scheitelstelle um dasselbe Stück nach links und nach rechts, bekommst du denselben -Wert, in der Klammer steht beziehungsweise , und beim Quadrieren ist . Die Parabel ist also spiegelsymmetrisch zur senkrechten Geraden durch den Scheitel.
Jetzt der Schluss auf die . Eine Nullstelle ist eine Stelle mit dem -Wert . Ist eine Nullstelle, dann hat die Spiegelstelle denselben -Wert, also ebenfalls , und damit ist auch sie eine Nullstelle. Nullstellen treten deshalb immer als Spiegelpaar auf, beide im selben Abstand von der Scheitelstelle. (Steht der Scheitel selbst auf der -Achse, ist : Das „Paar" fällt in einem Punkt zusammen, die doppelte Lösung aus dem letzten Kapitel.)
Was dir das bringt, zwei Werkzeuge:
- Kontrolle: Rechne nach dem Bestimmen der Nullstellen ihre Mitte aus. muss die Scheitelstelle ergeben, in der Musterlösung unten: ✓. Kommt etwas anderes heraus, steckt ein Rechenfehler in mindestens einer Nullstelle.
- Abkürzung: Kennst du umgekehrt die beiden Nullstellen, bekommst du die Scheitelstelle geschenkt. Sie liegt genau in der Mitte. Den -Wert des Scheitels liefert dann Einsetzen.
Zwei Schreibweisen für dieselbe Parabel
Dieselbe Parabel kann man auf zwei Arten aufschreiben, und beide haben eine eigene Stärke:
- Scheitelpunktform , hier siehst du sofort den Scheitel.
- Normalform , hier siehst du sofort den -Achsenschnittpunkt (das ist , denn für bleibt nur übrig).
Weil beide dieselbe Funktion beschreiben, muss man zwischen ihnen wechseln können, je nachdem, was gefragt ist.
Von der Scheitelpunktform zur Normalform: ausmultiplizieren
Das ist der einfache Weg. Du löst die Klammer mit der ersten auf und fasst zusammen:
Von der Normalform zur Scheitelpunktform: quadratische Ergänzung
Das ist die Rückrichtung, und dafür brauchst du genau die Technik aus dem Kapitel über . Die Idee war: Nimm die Hälfte der Zahl vor dem , quadriere sie, ergänze sie und zieh sie sofort wieder ab.
Halbe ist , quadriert . Also:
Jetzt kannst du ablesen: .
Warum ist das nützlich? Weil die Normalform den Scheitel versteckt. In steht nirgends eine oder eine , erst die Umformung macht den tiefsten Punkt sichtbar. Genau das brauchst du bei Anwendungsaufgaben: „Wie hoch fliegt der Ball maximal?" ist die Frage nach dem Scheitel.
Kontrolle: Multipliziere dein Ergebnis wieder aus. Kommt die Ausgangsgleichung heraus, war die Ergänzung richtig: ✓
Parabel-Steckbrief aus der Gleichung
Beschreibe die Parabel : Scheitel, Öffnungsrichtung, Form und Anzahl der .
- 1
Zuerst: welche Schreibweise liegt vor? Es steht eine Klammer im da, danach ein Zahlenglied. Das ist die Scheitelpunktform . Das ist die gute Nachricht: Alle gefragten Eigenschaften lassen sich ablesen, wir müssen nichts .
Wir vergleichen Stück für Stück: , die Klammer ist , das Zahlenglied ist .
- 2
Den Scheitel bestimmen, und dabei auf das Vorzeichen achten. In der Formel steht , in unserer aber . Damit beides zusammenpasst, schreiben wir um:
Das übernehmen wir dagegen direkt: .
Die Kontrolle dazu: Der Scheitel liegt dort, wo die Klammer null wird. Setze ein: ✓ Und ✓
- 3
Öffnungsrichtung aus dem Vorzeichen von . Es ist , also negativ. Jeder -Wert wird dadurch nach unten geklappt, die Parabel öffnet sich nach unten.
Das bedeutet auch: Der Scheitel ist hier der höchste Punkt der Kurve, nicht der tiefste.
- 4
Form aus dem Betrag von . Es ist , und das ist größer als . Alle -Werte werden also verdoppelt, die Kurve steigt (bzw. fällt) doppelt so schnell wie die Normalparabel. Sie ist gestreckt, wirkt also schmaler.
Bei (etwa ) wäre es umgekehrt: breiter.
- 5
Anzahl der Nullstellen, ohne zu rechnen. Dafür brauchst du nur zwei Informationen, die wir schon haben:
- Der Scheitel liegt bei , also über der -Achse.
- Die Parabel öffnet nach unten.
Sie startet also oberhalb der Achse und läuft nach unten weg: nach links und nach rechts. Damit muss sie die Achse zweimal überqueren.
(Wer möchte, rechnet nach: .)
Es ist eine nach unten geöffnete, gestreckte Parabel mit dem Scheitel und zwei Nullstellen.
Merke die Ablese-Reihenfolge: Vorzeichen von → Öffnung · Betrag von → Breite · Klammer → (Vorzeichen umdrehen!) · Zahlenglied → .
Nullstellen aus der Scheitelpunktform
Berechne die von .
- 1
Was bedeutet „Nullstelle"? Es sind die Stellen, an denen der Graph die -Achse trifft. Auf der -Achse ist der -Wert null, deshalb lautet die Bedingung:
Wir setzen also den Funktionsterm gleich null:
- 2
Welcher Weg ist hier der beste? Das kommt nur einmal vor, nämlich in der Klammer. Deshalb brauchen wir keine p-q-Formel. Wir können das isolieren und die ziehen. Das ist kürzer und weniger fehleranfällig.
Zuerst also die wegschaffen:
- 3
Jetzt die Wurzel ziehen, mit beiden Vorzeichen. Gefragt ist: Was steht in der Klammer, wenn ihr Quadrat ergibt? Darauf gibt es zwei Antworten, und :
Das ist hier der entscheidende Schritt. Wer nur schreibt, verliert eine Nullstelle und damit Punkte.
- 4
Beide Fälle getrennt auflösen. Auf beiden Seiten rechnen:
- 5
Kontrolle über die Symmetrie. Der Scheitel liegt bei (aus der Klammer ). Die beiden Nullstellen müssen symmetrisch darum liegen:
Beide haben den Abstand zur Scheitelachse. Wäre das nicht so, hätten wir einen Rechenfehler gemacht. Zusätzlich kannst du einsetzen: ✓
Die Nullstellen liegen bei und .
Wichtig zur Schreibweise: Nullstellen sind -Werte. Wer die Punkte angeben soll, schreibt und , der -Wert ist dort immer null.
Quadratische Ergänzung
Bestimme den Scheitelpunkt von .
- 1
Warum können wir den Scheitel nicht einfach ablesen? Weil hier die Normalform vorliegt. In ihr steht der Scheitel nicht sichtbar drin. Man sieht nur den -Achsenschnittpunkt ().
Unser Ziel ist also die Scheitelpunktform , denn dort lässt sich direkt ablesen. Den Weg dorthin liefert die quadratische Ergänzung.
- 2
Die Idee dahinter. Wir wollen aus ein vollständiges machen. Die erste sagt:
Vergleiche das mittlere Glied: Bei uns steht , in der Formel . Also muss sein, das heißt , die Hälfte der Zahl vor dem .
- 3
Die passende Ergänzungszahl bestimmen. Zu gehört das Glied . Diese fehlt uns. Also holen wir sie uns, und ziehen sie sofort wieder ab, damit sich der Wert des nicht ändert:
Warum darf man das? Weil ist. Wir addieren also nichts anderes als null, der Term bleibt derselbe, sieht aber anders aus.
- 4
Das Quadrat zusammenfassen. Die ersten drei Glieder sind genau :
- 5
Die Zahlen hinter dem Quadrat zusammenrechnen.
Jetzt liegt die Scheitelpunktform vor.
- 6
Ablesen, und auf das Vorzeichen achten. Aus folgt (in der Formel steht ja ), und das Zahlenglied liefert :
- 7
Kontrolle durch Ausmultiplizieren. Wenn unsere Umformung stimmt, muss rückwärts die Ausgangsgleichung entstehen:
Diese Probe kostet zehn Sekunden und deckt jeden Vorzeichenfehler auf.
Der Scheitelpunkt ist , und weil ist, öffnet die Parabel nach oben; ist damit der kleinste Funktionswert.
Das Rezept in einem Satz: Halbiere die Zahl vor dem , quadriere sie, ergänze sie und zieh sie sofort wieder ab.
Typischer Fehler
„, der Scheitel liegt bei , das Minus steht ja da."
Die Form heißt , bei ist , Scheitel ! Kontrolle durch Einsetzen: Bei wird die Klammer null (kleinstmöglich) → dort liegt der Tiefpunkt. Frag dich immer: „Welches macht die Klammer zu null?". Das ist die Scheitel-x-Koordinate.
Übung 1
leichtGib Scheitel und Öffnungsrichtung an: a) b) c)
Tipp anzeigen
Klammer-Null-Trick!
Lösung anzeigen
a) , nach oben
b) , nach unten
c) , nach oben
Detaillierte Schritterklärung anzeigen
Hier wird jeder Schritt einzeln erklärt, vor allem, warum er gemacht wird.
✦ Empfohlen: Standard – Die normale Erklärungstiefe passt zum Einstieg.
- 1
a) Scheitelpunktform ablesen
hat die Form mit , : Scheitel ; → nach oben geöffnet.
- 2
b) Minus vor der Klammer
: Klammer null bei , kein → ; das Minus vor der Klammer öffnet die Parabel nach unten.
- 3
c) Verschobene Normalparabel ohne Klammer
ist : Scheitel , nach oben geöffnet.
Übung 2
mittelDie Parabel schneidet die x-Achse. Berechne die und gib die Symmetrieachse an.
Tipp anzeigen
, dann ±.
Lösung anzeigen
,
Symmetrieachse: (Mitte der Nullstellen: ✓)
Detaillierte Schritterklärung anzeigen
Hier wird jeder Schritt einzeln erklärt, vor allem, warum er gemacht wird.
✦ Empfohlen: Standard – Die normale Erklärungstiefe passt zum Einstieg.
- 1
Nullstellen: Gleichung aufstellen und isolieren
Nullstellen heißt : .
- 2
Wurzelziehen mit beiden Vorzeichen
oder → , .
- 3
Symmetrieachse angeben
Die Achse läuft durch den Scheitel: . Kontrolle: Mitte der Nullstellen ✓.
Übung 3
schwerEin Ball wird geworfen; seine Flugbahn ist ( = Weite, = Höhe in Metern). a) In welcher Entfernung erreicht der Ball die maximale Höhe, und wie hoch? b) Aus welcher Höhe startet der Ball ()? c) Wo landet er ()?
Tipp anzeigen
a) Scheitel! c) .
Lösung anzeigen
a) Scheitel : nach 4 m Weite die Maximalhöhe 8 m.
b) , der Ball startet am Boden.
c) (oder , der Start). Er landet nach 8 m.
Detaillierte Schritterklärung anzeigen
Hier wird jeder Schritt einzeln erklärt, vor allem, warum er gemacht wird.
✦ Empfohlen: Standard – Die normale Erklärungstiefe passt zum Einstieg.
- 1
a) Scheitel = höchster Punkt der Flugbahn
hat den Scheitel ; wegen ist er das MAXIMUM: nach m Weite die größte Höhe m.
- 2
b) Starthöhe: x = 0 einsetzen
: Der Ball startet am Boden.
- 3
c) Landepunkt: h(x) = 0 lösen
→ oder . Der Start ist , gelandet wird bei m.
Alternative Lösungswege
Zusammenfassung
Quadratische Funktionen zeichnen Parabeln: Die Scheitelpunktform verrät Scheitel , Öffnung und Breite auf einen Blick, der Klammer-Null-Trick schützt vor der Vorzeichenfalle. findest du durch Nullsetzen (0, 1 oder 2 Stück, symmetrisch um den Scheitel), und die quadratische Ergänzung übersetzt jede Normalform zurück in die Scheitelpunktform.


