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Algebra / Terme & Gleichungen

Terme, Zahlenfolgen und einfache Gleichungen

Mit Variablen rechnen, Muster in Zahlenfolgen erkennen und Gleichungen durch Überlegen lösen.

Benötigte Grundlagen

Diese Themen kommen in diesem Kapitel vor und wurden vorher schon erklärt. Wenn dir eines davon unsicher vorkommt, frisch es kurz auf, sonst leg direkt los.

Einführung

„Denke dir eine Zahl, verdopple sie und zähle 3 dazu…": Zaubertricks mit Zahlen funktionieren, weil man mit Platzhaltern rechnen kann, ohne die Zahl zu kennen. Solche Platzhalter heißen Variablen, die Rechenausdrücke damit Terme. In diesem Kapitel machst du deine ersten Schritte in die Welt der Algebra, und lernst, Gleichungen durch cleveres Überlegen zu knacken.

Das kannst du nach diesem Kapitel

  • erklären, was eine Variable und was ein Term ist.

  • Termwerte berechnen, indem du Zahlen für die Variable einsetzt.

  • einfache Terme zu Sachsituationen aufstellen.

  • Zahlenfolgen fortsetzen und ihr Bildungsgesetz beschreiben.

  • einfache Gleichungen und Ungleichungen durch inhaltliches Überlegen und systematisches Probieren lösen.

Variablen und Terme

Eine Variable ist ein Platzhalter für eine Zahl, meistens ein kleiner Buchstabe wie xx, nn oder aa. Du benutzt sie, wenn du mit einer Zahl rechnen willst, ohne sie schon zu kennen (genau wie beim Zaubertrick aus der Einführung).

Ein Term ist ein sinnvoller Rechenausdruck aus Zahlen, Variablen und Rechenzeichen:

3⋅x+2n−75⋅(a+4)3 \cdot x + 2 \qquad n - 7 \qquad 5 \cdot (a + 4)

Wozu überhaupt Buchstaben?

Buchstaben in der Mathematik wirken beim ersten Mal befremdlich. Sie lösen aber ein echtes Problem.

Stell dir vor, du sollst die Regel für den eines aufschreiben, und zwar für jedes Rechteck. Ohne Variablen müsstest du unendlich viele Fälle notieren:

„Bei den Seiten 33 und 55 rechne 2⋅(3+5)2 \cdot (3+5). Bei 77 und 22 rechne 2⋅(7+2)2 \cdot (7+2). Bei …"

Mit Platzhaltern schrumpft das auf eine einzige Zeile:

u=2⋅(a+b)u = 2 \cdot (a + b)

Das ist der ganze Zweck: Eine Variable erlaubt es, eine Regel ein einziges Mal aufzuschreiben, obwohl sie für alle Zahlen gilt. Genau deshalb sehen alle Formeln, die du bisher kennengelernt hast, so aus.

Der zweite Zweck ist der aus dem Zaubertrick: Du kannst mit einer Zahl rechnen, die du (noch) nicht kennst.

Kurzschreibweise: das Malzeichen darf weg

Zwischen einer Zahl und einer Variablen lässt man das Malzeichen weg: 3⋅x3 \cdot x schreibst du kurz 3x3x. Gemeint ist trotzdem „mal".

Warum geht das nur bei Buchstaben? Weil bei zwei Zahlen ein Missverständnis entstünde: Schriebe man 3⋅43 \cdot 4 als „3434", wäre daraus die Zahl Vierunddreißig geworden, etwas ganz anderes als 1212. Ein Buchstabe kann dagegen nicht mit einer Ziffer verschmelzen, deshalb bleibt 3x3x eindeutig.

Setzt du für die Variable eine Zahl ein, bekommt der Term einen Wert. Für x=5x = 5 hat 3x+23x + 2 den Wert 3⋅5+2=173 \cdot 5 + 2 = 17 (Punkt vor Strich!).

Tipp fürs Einsetzen: Schreibe das Malzeichen wieder hin und setze die Zahl in Klammern, 3x3x wird zu 3⋅(5)3 \cdot (5). Dann passiert dir der häufigste Fehler nicht, aus 3x3x mit x=5x=5 die Zahl „3535" zu machen.

Erkläre es selbst: Was wäre das Problem, wenn es in der Mathematik keine Buchstaben als Platzhalter gäbe?

Denk erst selbst darüber nach, stell dir vor, du müsstest die Umfangsregel für ohne Buchstaben aufschreiben.

Eine mögliche Antwort: Du müsstest jeden Fall einzeln notieren.

„Bei den Seiten 33 und 55 rechne 2⋅(3+5)2 \cdot (3+5). Bei 77 und 22 rechne 2⋅(7+2)2 \cdot (7+2). Bei 1010 und 44 …"

Und du wärst nie fertig, denn es gibt unendlich viele Rechtecke. Mit einem Platzhalter schrumpft dieselbe Regel auf eine Zeile:

u=2⋅(a+b)u = 2 \cdot (a + b)

Der zweite Grund: Du kannst mit einer Zahl rechnen, die du noch gar nicht kennst. Genau das brauchst du bei jeder Gleichung, das xx steht dort für die gesuchte Zahl, bevor du sie ausgerechnet hast.

(Deine Erklärung darf anders klingen. Prüfe nur, ob du beide Gedanken drin hast: eine Regel für alle Zahlen und rechnen mit einer unbekannten Zahl.)

Terme aufstellen und Zahlenfolgen

Vom Text zum Term

Viele Sachsituationen lassen sich in einen Term übersetzen. Achte auf die Signalwörter:

SituationTerm
eine Zahl, um 8 vergrößertx+8x + 8
das Dreifache einer Zahl3x3x
5 weniger als das Doppelte2x−52x - 5

Zahlenfolgen: das Muster finden

Eine Zahlenfolge ist eine Liste von Zahlen, die nach einem festen Bildungsgesetz gebaut ist. Um es zu finden, schaust du dir die Sprünge zwischen den Nachbarn an:

  • 4,7,10,13,…4, 7, 10, 13, \ldots → immer +3+3
  • 2,6,18,54,…2, 6, 18, 54, \ldots → immer ⋅ 3\cdot\, 3
  • 1,4,9,16,25,…1, 4, 9, 16, 25, \ldots → die n2n^2

Die Leitfrage ist immer dieselbe: Wird von Zahl zu Zahl addiert oder multipliziert?

So gehst du sicher vor

  1. Sprünge notieren. Schreibe unter die Folge, wie du von einer Zahl zur nächsten kommst.
  2. Sind alle Sprünge gleich? Dann hast du das Gesetz: immer ++ derselben Zahl.
  3. Wenn nicht: Multiplikation testen. Teile jede Zahl durch ihren Vorgänger. Kommt immer dasselbe heraus, wird multipliziert.
  4. Wenn auch das nicht passt: Schau, ob die Sprünge selbst ein Muster bilden (bei 1,4,9,161, 4, 9, 16 wachsen sie um +3,+5,+7+3, +5, +7. Es sind die Quadratzahlen).

Der wichtigste Punkt: an allen Nachbarn prüfen

Ein vermutetes Gesetz musst du an jedem gegebenen Paar nachprüfen, nicht nur am ersten.

Bei 1,4,9,161, 4, 9, 16 verführt der erste Sprung +3+3 dazu, mit 1919 weiterzumachen. Der zweite Sprung ist aber +5+5, die Vermutung war falsch.

Ein Muster gilt erst dann, wenn es überall passt. Diese eine Gewohnheit rettet dich vor den meisten Fehlern bei Zahlenfolgen.

Eine Gleichung ist eine Waage im Gleichgewicht

Eine Gleichung behauptet, dass zwei Terme gleich sind, zum Beispiel x+17=42x + 17 = 42. Das Gleichheitszeichen ist dabei wie der Zeiger einer Waage: Was links steht, ist genau so viel wert wie das, was rechts steht.

Schau dir das Bild unten an: Auf der linken Waagschale liegt x+17x + 17, auf der rechten 4242, und die Waage ist im Gleichgewicht. Genau diese Gleichheit musst du beim Lösen erhalten.

Eine Lösung der Gleichung ist jede Zahl, die für xx eingesetzt eine wahre Aussage ergibt, also die Waage im Gleichgewicht hält.

x + 1742=

Beide Waagschalen sind gleich schwer: x+17x + 17 wiegt so viel wie 4242. Welche Zahl muss xx sein, damit das im Gleichgewicht bleibt?

Gleichungen lösen: umkehren oder probieren

In Klasse 5 knackst du Gleichungen mit zwei Strategien.

1. Umkehraufgabe, rückwärts denken

Frag dich: „Welche Zahl plus 17 ergibt 42?" Das Gegenteil von „plus 17" ist „minus 17":

x=42−17=25x = 42 - 17 = 25

Warum darf man das?

Stell dir vor, du gehst einen Weg: Du startest bei xx und gehst 1717 Schritte vorwärts, dann stehst du bei 4242.

Um zurück zum Start zu kommen, gehst du dieselben 1717 Schritte rückwärts. Und das heißt: von 4242 aus 1717 abziehen.

Genau das ist die Umkehraufgabe. Jede Rechenart hat so einen Rückweg:

HinwegRückweg
+ 17+\,17− 17-\,17
− 8-\,8+ 8+\,8
⋅ 7\cdot\, 7: 7:\, 7
: 4:\, 4⋅ 4\cdot\, 4

Deshalb löst du 7x=917x = 91 mit einer Division: Der Hinweg war „mal 77", der Rückweg ist „geteilt durch 77".

2. Systematisch probieren

Setze Werte ein und grenze ein, besonders praktisch bei Ungleichungen wie 4x<304x < 30: Für x=7x = 7 ist 28<3028 < 30 ✓, für x=8x = 8 ist 32<3032 < 30 ✗. Die Lösungen (in den ) sind also x∈{0,1,…,7}x \in \{0, 1, \ldots, 7\}.

Probiere dabei nicht wahllos. Fang mit einer groben Schätzung an und schau, in welche Richtung du danebenliegst, zu klein oder zu groß? Dann korrigierst du gezielt, statt alle Zahlen durchzugehen.

Die Probe gehört immer dazu

Setze deine Lösung ein und prüfe, ob die Waage wirklich im Gleichgewicht bleibt:

25+17=42  ✓25 + 17 = 42 \; ✓

Warum ist das keine Fleißaufgabe? Weil die Probe direkt die Frage der Aufgabe beantwortet: Eine Lösung ist ja definiert als eine Zahl, die eingesetzt eine wahre Aussage ergibt. Ohne Probe hast du eine Zahl ausgerechnet, mit Probe weißt du, dass sie stimmt.

Und sie kostet fast nichts: Einsetzen und einmal nachrechnen dauert zehn Sekunden.

Termwerte berechnen

Berechne den Wert des Terms 4x−34x - 3 für x=2x = 2, x=5x = 5 und x=10x = 10.

  1. 1

    Was ist gegeben, was ist gesucht?

    Gegeben ist der Term 4x−34x - 3 und drei Werte für xx. Gesucht ist zu jedem xx der Termwert.

    Der Term bleibt dabei immer derselbe, nur die eingesetzte Zahl wechselt.

  2. 2

    Schritt 1: Die Kurzschreibweise auflösen.

    4x4x bedeutet 4⋅x4 \cdot x. Schreibe das Malzeichen ruhig wieder hin, bevor du einsetzt:

    4x−3=4⋅x−34x - 3 = 4 \cdot x - 3

    Das ist der wichtigste Schritt. Wer 4x4x für x=2x = 2 als „4242" liest, hat die Aufgabe schon verloren.

  3. 3

    Schritt 2: x=2x = 2 einsetzen.

    Setze die Zahl in Klammern ein, dann verrutscht nichts:

    4⋅(2)−3=8−3=54 \cdot (2) - 3 = 8 - 3 = 5

    Beachte die Reihenfolge: erst 4⋅24 \cdot 2 (Punkt vor Strich), dann die 33 abziehen.

  4. 4

    Schritt 3: x=5x = 5 einsetzen.

    4⋅(5)−3=20−3=174 \cdot (5) - 3 = 20 - 3 = 17
  5. 5

    Schritt 4: x=10x = 10 einsetzen.

    4⋅(10)−3=40−3=374 \cdot (10) - 3 = 40 - 3 = 37
  6. 6

    Schritt 5: Das Ergebnis anschauen.

    x=2→5x=5→17x=10→37x = 2 \to 5 \qquad x = 5 \to 17 \qquad x = 10 \to 37

    Zu jedem eingesetzten xx gehört genau ein Termwert, nie mehrere. Und du siehst: Wird xx größer, wird auch der Termwert größer. Das liegt am ⋅ 4\cdot\, 4, das den Wert kräftig nach oben zieht.

Die Termwerte sind 55 (für x=2x=2), 1717 (für x=5x=5) und 3737 (für x=10x=10).

Bildungsgesetz einer Zahlenfolge finden

Setze die Folge fort und beschreibe das Bildungsgesetz: 3,6,12,24,  ?,  ?3, 6, 12, 24, \;?, \;?

  1. 1

    Was ist gesucht? Zwei Dinge: die nächsten beiden Zahlen und die Regel dahinter.

    Die Regel ist dabei das Eigentliche, hast du sie, ergeben sich die Zahlen von selbst.

  2. 2

    Schritt 1: Die Sprünge notieren.

    3→6  (+3)6→12  (+6)12→24  (+12)3 \to 6 \; (+3) \qquad 6 \to 12 \; (+6) \qquad 12 \to 24 \; (+12)

    Die Sprünge sind nicht gleich (+3+3, +6+6, +12+12). Es wird also nicht immer dieselbe Zahl addiert, die erste Vermutung ist damit widerlegt.

  3. 3

    Schritt 2: Multiplikation testen.

    Teile jede Zahl durch ihren Vorgänger:

    6:3=212:6=224:12=26 : 3 = 2 \qquad 12 : 6 = 2 \qquad 24 : 12 = 2

    Jedes Mal kommt 22 heraus, an allen Nachbarpaaren. Das Gesetz lautet also: jede Zahl wird verdoppelt.

  4. 4

    Schritt 3: Prüfen, ob das wirklich überall passt.

    Rechne vorwärts nach: 3⋅2=63 \cdot 2 = 6 ✓, 6⋅2=126 \cdot 2 = 12 ✓, 12⋅2=2412 \cdot 2 = 24 ✓.

    Erst jetzt darfst du das Gesetz verwenden, ein Muster, das nur beim ersten Paar stimmt, ist kein Muster.

  5. 5

    Schritt 4: Die Folge fortsetzen.

    24⋅2=4848⋅2=9624 \cdot 2 = 48 \qquad 48 \cdot 2 = 96
  6. 6

    Schritt 5: Das Gesetz in Worte fassen.

    „Man beginnt bei 33 und verdoppelt jedes Mal."

    Beachte den Unterschied zur Folge 4,7,10,134, 7, 10, 13: Dort wird immer dasselbe addiert, hier immer mit derselben Zahl multipliziert. Deshalb wachsen die Zahlen hier viel schneller.

Bildungsgesetz: „mal 22" (verdoppeln). Die Folge geht weiter mit 4848 und 9696.

Gleichung durch Umkehraufgabe lösen

Löse die Gleichung 7⋅x=917 \cdot x = 91 und mache die Probe.

  1. 1

    Was ist gesucht? Die Zahl, die für xx eingesetzt eine wahre Aussage ergibt, also die Waage im Gleichgewicht hält.

  2. 2

    Schritt 1: Den Hinweg benennen.

    Was passiert in der Gleichung mit xx? Es wird mal 77 genommen. Das Ergebnis ist 9191.

  3. 3

    Schritt 2: Den Rückweg bestimmen.

    Der Rückweg zu „mal 77" ist „geteilt durch 77", so wie du 1717 Schritte zurückgehst, wenn du 1717 Schritte vorgegangen bist.

    x=91:7x = 91 : 7
  4. 4

    Schritt 3: Ausrechnen.

    91:7=1391 : 7 = 13

    (Falls du unsicher bist: 7⋅10=707 \cdot 10 = 70, es fehlen noch 2121, und 21:7=321 : 7 = 3, zusammen 1313.)

  5. 5

    Schritt 4: Probe machen.

    Setze x=13x = 13 in die ursprüngliche Gleichung ein:

    7⋅13=91  ✓7 \cdot 13 = 91 \; ✓

    Die Aussage ist wahr, die Waage bleibt im Gleichgewicht.

  6. 6

    Schritt 5: Antwort formulieren.

    x=13x = 13 ist die Lösung der Gleichung.

    Warum ist die Probe hier so wichtig? Weil du beim Rückweg leicht die falsche Umkehrung wählst (etwa mal statt geteilt). Die Probe entlarvt genau diesen Fehler sofort: Mit x=637x = 637 (=91⋅7= 91 \cdot 7) käme 7⋅637=4 4597 \cdot 637 = 4\,459 heraus, weit weg von 9191.

x=13x = 13 (Probe: 7⋅13=917 \cdot 13 = 91 ✓)

Typischer Fehler

„Für x=4x = 4 hat der Term 3x3x den Wert 3434, ich setze die 4 einfach hinter die 3."

3x3x ist eine Kurzschreibweise für 3⋅x3 \cdot x! Einsetzen heißt multiplizieren: 3⋅4=123 \cdot 4 = 12, nicht die Ziffern aneinanderhängen. Schreibe beim Einsetzen das Malzeichen zur Sicherheit wieder aus: 3x=3⋅x=3⋅4=123x = 3 \cdot x = 3 \cdot 4 = 12.

Typischer Fehler

Folge 1,4,9,16,…1, 4, 9, 16, \ldots, „von 1 zu 4 sind es +3+3, also geht es weiter mit 19,2219, 22."

Prüfe das vermutete Gesetz an allen gegebenen Nachbarn! 4→94 \to 9 ist +5+5, nicht +3+3, die Abstände wachsen (+3,+5,+7,…+3, +5, +7, \ldots). Tatsächlich sind es die 12,22,32,421^2, 2^2, 3^2, 4^2; weiter geht es mit 25,3625, 36. Ein Muster gilt erst, wenn es überall passt.

Übung 1

leicht

Berechne den Wert des Terms 5n+85n + 8 für a) n=3n = 3 b) n=0n = 0 c) n=12n = 12

Tipp anzeigen

Erst multiplizieren, dann addieren.

Lösung anzeigen

a) 5⋅3+8=15+8=235 \cdot 3 + 8 = 15 + 8 = 23

b) 5⋅0+8=0+8=85 \cdot 0 + 8 = 0 + 8 = 8

c) 5⋅12+8=60+8=685 \cdot 12 + 8 = 60 + 8 = 68

Detaillierte Schritterklärung anzeigen

Hier wird jeder Schritt einzeln erklärt, vor allem, warum er gemacht wird.

Erklärungstiefe

✦ Empfohlen: Standard – Die normale Erklärungstiefe passt zum Einstieg.

  1. 1

    Den Term verstehen

    5n+85n + 8 ist eine Rechenvorschrift: „Nimm die Zahl nn mal 55, dann zähle 88 dazu." 5n5n ist die Kurzform von 5⋅n5 \cdot n.

  2. 2

    a) und c): Einsetzen und Punkt-vor-Strich

    n=3n = 3: 5⋅3+8=15+8=235 \cdot 3 + 8 = 15 + 8 = 23. Und n=12n = 12: 5⋅12+8=60+8=685 \cdot 12 + 8 = 60 + 8 = 68. Immer erst multiplizieren, dann addieren.

    5⋅3+8=15+8=235 \cdot 3 + 8 = 15 + 8 = 23

  3. 3

    b) Der Sonderfall n = 0

    5⋅0+8=0+8=85 \cdot 0 + 8 = 0 + 8 = 8: Malnehmen mit 00 löscht den ersten Teil aus, es bleibt nur die 88.

Übung 2

mittel

Löse durch Überlegen und mache die Probe: a) x+38=91x + 38 = 91 b) x:6=14x : 6 = 14 c) 85−x=2985 - x = 29

Tipp anzeigen

Denke jeweils die Umkehraufgabe.

Lösung anzeigen

a) x=91−38=53x = 91 - 38 = 53: Probe: 53+38=9153 + 38 = 91 ✓

b) x=14⋅6=84x = 14 \cdot 6 = 84: Probe: 84:6=1484 : 6 = 14 ✓

c) x=85−29=56x = 85 - 29 = 56: Probe: 85−56=2985 - 56 = 29 ✓

Detaillierte Schritterklärung anzeigen

Hier wird jeder Schritt einzeln erklärt, vor allem, warum er gemacht wird.

Erklärungstiefe

✦ Empfohlen: Standard – Die normale Erklärungstiefe passt zum Einstieg.

  1. 1

    a) Mit der Umkehraufgabe lösen

    x+38=91x + 38 = 91 fragt: „Welche Zahl plus 3838 ergibt 9191?" Die Umkehrung liefert sie: x=91−38=53x = 91 - 38 = 53. Probe: 53+38=9153 + 38 = 91 ✓.

  2. 2

    b) Division rückwärts

    x:6=14x : 6 = 14 fragt: „Welche Zahl geteilt durch 66 ergibt 1414?" Rückwärts: x=14⋅6=84x = 14 \cdot 6 = 84. Probe: 84:6=1484 : 6 = 14 ✓.

  3. 3

    c) Wenn x abgezogen wird

    85−x=2985 - x = 29 fragt: „Was muss man von 8585 abziehen, damit 2929 bleibt?" Der Unterschied zwischen 8585 und 2929: x=85−29=56x = 85 - 29 = 56. Probe: 85−56=2985 - 56 = 29 ✓.

Übung 3

schwer

a) Stelle einen Term auf: „das Vierfache einer Zahl, vermindert um 9". Berechne seinen Wert für x=25x = 25. b) Für welche gilt 3x+2<203x + 2 < 20?

Tipp anzeigen

b) Probiere systematisch und finde die Grenze.

Lösung anzeigen

a) Term: 4x−94x - 9. Für x=25x = 25: 4⋅25−9=100−9=914 \cdot 25 - 9 = 100 - 9 = 91

b) Testen: x=5x=5: 17<2017 < 20 ✓ · x=6x = 6: 20<2020 < 20 ✗ (nicht kleiner!)

Lösungen: x∈{0,1,2,3,4,5}x \in \{0, 1, 2, 3, 4, 5\}

Detaillierte Schritterklärung anzeigen

Hier wird jeder Schritt einzeln erklärt, vor allem, warum er gemacht wird.

Erklärungstiefe

✦ Empfohlen: Standard – Die normale Erklärungstiefe passt zum Einstieg.

  1. 1

    a) Sprache in einen Term übersetzen

    „Das Vierfache einer Zahl" ist 4x4x; „vermindert um 9" zieht 99 ab: Term 4x−94x - 9. Die Reihenfolge der Wörter legt den Aufbau fest.

  2. 2

    Wert für x = 25 berechnen

    Einsetzen: 4⋅25−9=100−9=914 \cdot 25 - 9 = 100 - 9 = 91.

    4⋅25−9=100−9=914 \cdot 25 - 9 = 100 - 9 = 91

    Zwischenergebnis

    9191

  3. 3

    b) Ungleichung durch Testen

    Gesucht sind alle natürlichen Zahlen mit 3x+2<203x + 2 < 20. Testen: x=5x = 5: 17<2017 < 20 ✓; x=6x = 6: 20<2020 < 20 ✗ (nicht KLEINER). Lösungen: x∈{0,1,2,3,4,5}x \in \{0, 1, 2, 3, 4, 5\}.

Zusammenfassung

Variablen sind Platzhalter, Terme sind Rechenausdrücke damit, und beim Einsetzen wird aus 3x3x immer 3⋅x3 \cdot x. Zahlenfolgen entschlüsselst du über die Sprünge zwischen den Nachbarn, Gleichungen löst du in Klasse 5 durch Umkehraufgaben und systematisches Probieren. Die Probe ist dabei kein Extra, sondern Teil der Lösung!