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Vektoren / Analytische Geometrie

Punkte und Figuren im dreidimensionalen Raum

Das 3D-Koordinatensystem: Punkte darstellen, Mittelpunkte und Abstände berechnen.

Benötigte Grundlagen

Diese Themen kommen in diesem Kapitel vor und wurden vorher schon erklärt. Wenn dir eines davon unsicher vorkommt, frisch es kurz auf, sonst leg direkt los.

Einführung

Die Ebene mit ihren zwei Achsen kennst du seit Klasse 5, jetzt kommt die dritte Dimension hinzu. Im räumlichen hat jeder Punkt drei Koordinaten, und plötzlich lassen sich , und Flugbahnen exakt beschreiben. Die analytische Geometrie verbindet Anschauung und Rechnung im Raum.

Das kannst du nach diesem Kapitel

  • Punkte im 3D-Koordinatensystem darstellen und ihre Lage beschreiben.

  • aus Eigenschaften von Figuren auf Koordinaten schließen.

  • den Mittelpunkt einer Strecke im Raum berechnen.

  • Abstände zwischen Punkten mit dem Betrag bestimmen.

Das räumliche Koordinatensystem

Seit Klasse 5 beschreibst du Punkte in der Ebene mit zwei Koordinaten. Damit erreichst du jeden Punkt eines Blattes, aber keinen Punkt darüber oder darunter.

Warum genau drei Achsen

Um die Lage einer Drohne im Raum anzugeben, brauchst du drei Angaben: wie weit sie in Nord-Süd-Richtung steht, wie weit in Ost-West-Richtung, und wie hoch sie fliegt. Zwei Zahlen legen nur den Punkt auf dem Boden fest, über dem sie schwebt; die dritte gibt die Höhe an.

Deshalb bekommt das eine dritte Achse, die auf den beiden anderen senkrecht steht. Alle drei Achsen stehen paarweise senkrecht aufeinander und treffen sich im Ursprung O(0∣0∣0)O(0|0|0). Jeder Punkt wird durch drei Koordinaten festgelegt:

P(x1∣x2∣x3)P(x_1 \mid x_2 \mid x_3)

Warum x1x_1, x2x_2, x3x_3 statt xx, yy, zz

Beide Schreibweisen sind üblich und meinen dasselbe. Die durchnummerierte Form hat einen praktischen Vorteil: Sie passt zur Spaltenschreibweise der , in der die Koordinaten ohnehin schon v1v_1, v2v_2, v3v_3 heißen. Ein und „sein" Punkt tragen so dieselben Indizes, das erspart ständiges Übersetzen.

Wie man den Raum auf ein flaches Blatt zeichnet

Hier steckt eine echte Schwierigkeit: Ein Blatt hat nur zwei Dimensionen. Drei zueinander senkrechte Achsen lassen sich darauf nicht alle gleichzeitig als rechte darstellen.

Die übliche Lösung ist das Schrägbild (Kabinettprojektion), das du von den Quader-Schrägbildern aus Klasse 5 kennst:

  • Die x2x_2-Achse zeigt nach rechts, die x3x_3-Achse nach oben, beide in wahrer Länge.
  • Die x1x_1-Achse zeigt schräg nach vorn-links und wird nur halb so lang gezeichnet.

Warum die Verkürzung? Sie erzeugt den Tiefeneindruck. Zeichnete man die x1x_1-Achse in voller Länge, sähe ein wie ein schiefes aus, und man könnte „nach vorn" nicht mehr von „nach rechts oben" unterscheiden.

Was das für dich bedeutet: Im Schrägbild sind Längen und Winkel entlang der x1x_1-Richtung verzerrt dargestellt. Ein rechter Winkel kann darin spitz aussehen, gleich lange Strecken verschieden lang. Gerechnet wird deshalb immer mit den Koordinaten, nicht am Bild abgemessen. Die Zeichnung dient der Vorstellung, die Rechnung liefert die Wahrheit.

3D-Koordinatensystem: ein Punkt

x₁x₂x₃P

Um P(3∣4∣2)P(3|4|2) zu erreichen, geht man von OO drei Schritte in x1x_1-Richtung, vier in x2x_2-Richtung und zwei in x3x_3-Richtung, jede Koordinate ist eine Verschiebung entlang einer Achse.

Von Eigenschaften zu Koordinaten

In Aufgaben sind selten alle Punkte gegeben. Häufig heißt es: „Ein mit der Kantenlänge 44 liegt so im , dass …", und du musst die fehlenden Ecken selbst bestimmen. Dafür braucht es kein Auswendiglernen, sondern eine Denkweise.

Die Grundfrage: Was ändert sich, wenn ich eine Kante entlanggehe?

Nimm einen Würfel mit der Kantenlänge aa, dessen Ecke AA im Ursprung liegt und dessen Kanten entlang der Achsen verlaufen. Startest du in A(0∣0∣0)A(0|0|0) und gehst eine Kante entlang, so ändert sich genau eine Koordinate um aa, die beiden anderen bleiben unverändert, weil du dich in diesen Richtungen ja nicht bewegst.

Damit lassen sich die drei Nachbarecken direkt angeben:

(a∣0∣0),(0∣a∣0),(0∣0∣a)(a|0|0), \qquad (0|a|0), \qquad (0|0|a)

Gehst du zwei Kanten in verschiedene Richtungen, sind zwei Koordinaten gleich aa; gehst du drei, sind es alle drei. Die gegenüberliegende Ecke ist deshalb (a∣a∣a)(a|a|a).

Die Systematik dahinter

Jede Koordinate einer Würfelecke ist entweder 00 oder aa, etwas anderes kann nicht vorkommen, denn jede Kante führt entweder ganz hin oder gar nicht.

Für jede der drei Koordinaten gibt es also zwei Möglichkeiten, insgesamt:

2⋅2⋅2=23=8 Kombinationen2 \cdot 2 \cdot 2 = 2^3 = 8 \text{ Kombinationen}

Und ein Würfel hat genau 88 Ecken. Die Abzählung passt exakt, ein schöner Hinweis darauf, dass wir keine Ecke übersehen haben.

Die Denkweise verallgemeinert

Dasselbe Vorgehen trägt weit über den Würfel hinaus:

  • mit den Kantenlängen aa, bb, cc: Jede Koordinate ist 00 oder die jeweilige Kantenlänge.
  • Verschobene Figur (Ecke nicht im Ursprung): Erst die Figur wie oben am Ursprung denken, dann jeden Punkt um denselben verschieben.
  • Spitze einer über einer quadratischen Grundfläche: Sie liegt senkrecht über dem Mittelpunkt der Grundfläche, hat also dessen erste beiden Koordinaten und als dritte die Höhe.

Die Leitfrage lautet immer: Welche geometrische Eigenschaft ist gegeben, und was bedeutet sie für die einzelnen Koordinaten?

Würfel mit Kantenlänge a=4

x₁x₂x₃ABDEG

Ein mit Kantenlänge a=4a=4, eine Ecke AA im Ursprung. Jede Würfelecke hat nur Koordinaten 00 oder 44, die zu AA diagonal gegenüberliegende Ecke G(4∣4∣4)G(4|4|4) hat überall die maximale Koordinate. Die gestrichelte Raumdiagonale AG‾\overline{AG} misst 43≈6,934\sqrt{3}\approx 6{,}93.

Der Mittelpunkt einer Strecke

Wo liegt die Mitte zwischen AA und BB? Die verbreitete Regel „Koordinaten addieren und halbieren" stimmt, aber sie soll hier nicht vom Himmel fallen, sondern entstehen.

Der Weg zur Mitte

Um zum Mittelpunkt MM zu gelangen, gehst du von AA aus den halben Weg in Richtung BB. Der ganze Weg ist der Verbindungsvektor AB⃗\vec{AB}, der halbe also 12AB⃗\frac12 \vec{AB}:

OM⃗=OA⃗+12 AB⃗\vec{OM} = \vec{OA} + \frac{1}{2}\,\vec{AB}

Das ist die Formel schon, nur noch nicht in der handlichen Form.

Umformen zur bekannten Gestalt

Setze AB⃗=OB⃗−OA⃗\vec{AB} = \vec{OB} - \vec{OA} ein (hergeleitet im Kapitel „: Grundlagen und Rechenoperationen"):

OM⃗=OA⃗+12(OB⃗−OA⃗)\vec{OM} = \vec{OA} + \frac{1}{2}\left(\vec{OB} - \vec{OA}\right)

Klammer auflösen:

=OA⃗+12OB⃗−12OA⃗= \vec{OA} + \frac{1}{2}\vec{OB} - \frac{1}{2}\vec{OA}

Die beiden OA⃗\vec{OA}-Anteile zusammenfassen, von einem ganzen OA⃗\vec{OA} bleibt nach Abzug eines halben genau ein halbes übrig:

=12OA⃗+12OB⃗=12(OA⃗+OB⃗)= \frac{1}{2}\vec{OA} + \frac{1}{2}\vec{OB} = \frac{1}{2}\left(\vec{OA} + \vec{OB}\right)

In Koordinaten geschrieben:

M(a1+b12  ∣  a2+b22  ∣  a3+b32)M\left(\frac{a_1+b_1}{2} \;\Big|\; \frac{a_2+b_2}{2} \;\Big|\; \frac{a_3+b_3}{2}\right)

Jetzt ist auch klar, warum es der ist: Der Mittelpunkt liegt „zu gleichen Teilen bei AA und bei BB", beide gehen mit demselben Gewicht 12\frac12 ein. Das ist derselbe Gedanke wie beim Mittelwert zweier Zahlen.

Eine Kontrolle, die immer funktioniert

Der Mittelpunkt muss von AA und von BB gleich weit entfernt sein. Wer unsicher ist, rechnet ∣AM⃗∣|\vec{AM}| und ∣MB⃗∣|\vec{MB}| aus, beide Werte müssen übereinstimmen.

Noch schneller geht die Überschlagsprobe: Jede Koordinate von MM muss zwischen den entsprechenden Koordinaten von AA und BB liegen. Liegt sie außerhalb, ist irgendwo ein Vorzeichen verrutscht.

Erkläre es selbst: Diesmal kennst du den Punkt A und den Mittelpunkt M der Strecke AB. Wie findest du daraus den Endpunkt B, anschaulich oder mit der Formel?

Anschaulich: MM liegt genau in der Mitte, der Weg von AA nach MM ist derselbe wie der von MM nach BB. Geh den AM⃗\vec{AM} von MM aus also noch einmal weiter:

OB⃗=OM⃗+AM⃗\vec{OB} = \vec{OM} + \vec{AM}

Mit der Formel: Löse die Mittelpunktsformel nach OB⃗\vec{OB} auf. Aus OM⃗=12(OA⃗+OB⃗)\vec{OM} = \frac12\left(\vec{OA} + \vec{OB}\right) wird durch Verdoppeln 2 OM⃗=OA⃗+OB⃗2\,\vec{OM} = \vec{OA} + \vec{OB}, also

OB⃗=2 OM⃗−OA⃗.\vec{OB} = 2\,\vec{OM} - \vec{OA}.

Beide Wege sind derselbe Gedanke, denn 2 OM⃗−OA⃗=OM⃗+(OM⃗−OA⃗)=OM⃗+AM⃗2\,\vec{OM} - \vec{OA} = \vec{OM} + \left(\vec{OM} - \vec{OA}\right) = \vec{OM} + \vec{AM}, die Formel ist nur die Kurzfassung des „noch einmal weiter"-Schritts. Genau diese Umkehrung brauchst du in Übung 3.

Der Abstand zweier Punkte

Der Abstand ist die Länge der Strecke zwischen zwei Punkten, und Längen von berechnest du seit dem Vektor-Kapitel mit dem Betrag.

In zwei Schritten

Der Weg von AA nach BB ist der Verbindungsvektor AB⃗\vec{AB}. Der Abstand ist seine Länge:

d(A,B)=∣AB⃗∣d(A,B) = \left|\vec{AB}\right|

Ausgeschrieben ergibt sich daraus die Abstandsformel:

d(A,B)=(b1−a1)2+(b2−a2)2+(b3−a3)2d(A, B) = \sqrt{(b_1-a_1)^2 + (b_2-a_2)^2 + (b_3-a_3)^2}

Sie ist nichts Neues, sondern die Betragsformel, in die der Verbindungsvektor bereits eingesetzt wurde. Falls dir die Herleitung über den zweifachen nicht mehr präsent ist, sieh im Kapitel „Vektoren: Grundlagen und Rechenoperationen" nach. Dort entsteht sie Schritt für Schritt.

Der häufigste Fehler bei dieser Formel

In der Formel stehen Differenzen, keine Koordinaten. Wer für A(1∣2∣3)A(1|2|3) und B(4∣6∣3)B(4|6|3) rechnet

42+62+32=61,\sqrt{4^2 + 6^2 + 3^2} = \sqrt{61},

hat die Koordinaten von BB direkt eingesetzt und damit etwas ganz anderes berechnet: den Abstand von BB zum Ursprung.

Richtig ist zuerst AB⃗=B−A=(340)\vec{AB} = B - A = \begin{pmatrix}3\\4\\0\end{pmatrix} und dann

d(A,B)=32+42+02=25=5.d(A,B) = \sqrt{3^2+4^2+0^2} = \sqrt{25} = 5.

Merke dir die Reihenfolge als festen Ablauf: erst „Spitze minus Fuß", dann quadrieren, dann summieren, dann die . Wer die Differenzen zuerst bildet, kann diesen Fehler gar nicht machen.

Ein Nebeneffekt, der oft irritiert

Ist eine Differenz null, fällt der zugehörige Summand weg: im Beispiel oben die dritte Koordinate, weil beide Punkte auf derselben Höhe liegen. Die Rechnung wird dadurch zum gewöhnlichen Pythagoras in der Ebene. Das ist kein Sonderfall und keine Vereinfachung, die man sich merken müsste, sondern der natürliche Fall „keine Bewegung in dieser Richtung".

Mittelpunkt und Abstand zweier Punkte

x₁x₂x₃ABM

Der Mittelpunkt MM liegt genau in der Mitte der Strecke AB‾\overline{AB}: M=12(A+B)=(3∣5∣3)M = \frac12(A+B) = (3|5|3). Der Abstand ∣AB⃗∣=16+36+0=52≈7,21|\vec{AB}| = \sqrt{16+36+0} = \sqrt{52} \approx 7{,}21 ist die Länge dieser Strecke.

Besondere Lagen

Eine Null unter den Koordinaten ist kein Zufall. Sie verrät die Lage des Punktes. Wer das liest, spart in Aufgaben viel Rechenarbeit.

Was eine Null bedeutet

Eine Koordinate gibt an, wie weit man in die zugehörige Achsenrichtung gehen muss. Ist sie 00, geht man in dieser Richtung gar nicht, der Punkt bleibt auf der „Grundstellung" dieser Achse.

Daraus ergibt sich eine vollständige Systematik nach der Anzahl der Nullen:

NullenLage des PunktesBeispiel
keinefrei im Raum$P(3
einein einer Koordinatenebene$P(3
zweiauf einer Koordinatenachse$P(5
dreiim Ursprung$O(0

Die Logik dahinter

Jede Null nimmt dem Punkt eine Bewegungsfreiheit. Ohne Null kann er sich in alle drei Richtungen bewegen. Er liegt frei im Raum. Mit einer Null ist er auf eine festgelegt, mit zwei Nullen auf eine Linie, mit drei Nullen auf einen einzigen Punkt.

Vorsicht bei der Benennung: Die Ebene heißt nach den Koordinaten, die übrig bleiben, nicht nach der, die null ist. Bei x3=0x_3 = 0 dürfen x1x_1 und x2x_2 frei variieren. Es ist also die x1x2x_1x_2-Ebene. Diese Verwechslung ist die häufigste Fehlerquelle in diesem Abschnitt.

Wofür man das braucht

Diese Lesart wird später zum Werkzeug: Wenn du wissen willst, wo eine Gerade den Boden durchstößt, suchst du den Punkt mit x3=0x_3 = 0, den Spurpunkt. Statt geometrisch zu konstruieren, setzt du eine einzige Koordinate auf null und rechnest.

Auch bei Figuren hilft es: Liegt eine ganze Grundfläche in der x1x2x_1x_2-Ebene, haben alle ihre Eckpunkte die dritte Koordinate 00, das reduziert die Rechnung auf ein zweidimensionales Problem.

Abstand und Mittelpunkt

Gegeben A(1∣2∣3)A(1|2|3) und B(5∣8∣3)B(5|8|3). Berechne den Abstand und den Mittelpunkt.

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    Angaben ordnen. Zwei Punkte sind gegeben, zwei Größen gesucht: der Abstand d(A,B)d(A,B) (eine Zahl mit Längeneinheit) und der Mittelpunkt MM (ein Punkt mit drei Koordinaten).

    Eine Beobachtung vorweg: Beide Punkte haben dieselbe dritte Koordinate 33. Sie liegen also auf gleicher Höhe, die Verbindungsstrecke verläuft waagerecht. Das wird später die Rechnung vereinfachen und dient zugleich als Kontrolle.

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    Schritt 1: Verbindungsvektor bilden. Für beide Teilaufgaben ist er die Grundlage, also berechnen wir ihn zuerst: „Spitze minus Fuß":

    AB⃗=(583)−(123)=(460)\vec{AB} = \begin{pmatrix} 5 \\ 8 \\ 3 \end{pmatrix} - \begin{pmatrix} 1 \\ 2 \\ 3 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 4 \\ 6 \\ 0 \end{pmatrix}

    Die dritte Koordinate ist 00, genau wie in der Vorüberlegung erwartet ✓

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    Schritt 2: Welche Formel für den Abstand, und warum? Der Abstand ist die Länge der Verbindung, also der Betrag des eben berechneten :

    d(A,B)=∣AB⃗∣=v12+v22+v32d(A,B) = \left|\vec{AB}\right| = \sqrt{v_1^2+v_2^2+v_3^2}
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    Schritt 3: Einsetzen und ausrechnen.

    ∣AB⃗∣=42+62+02=16+36+0=52\left|\vec{AB}\right| = \sqrt{4^2 + 6^2 + 0^2} = \sqrt{16 + 36 + 0} = \sqrt{52}

    Die vereinfachen (nicht zwingend, aber sauberer): 52=4⋅1352 = 4 \cdot 13, und aus der 44 lässt sich die Wurzel ziehen:

    52=4⋅13=213≈7,21\sqrt{52} = \sqrt{4 \cdot 13} = 2\sqrt{13} \approx 7{,}21
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    Schritt 4: Welche Formel für den Mittelpunkt, und warum? MM liegt auf halbem Weg, deshalb geht jeder der beiden Ortsvektoren mit dem Gewicht 12\frac12 ein:

    OM⃗=12(OA⃗+OB⃗)\vec{OM} = \frac{1}{2}\left(\vec{OA} + \vec{OB}\right)

    In Koordinaten heißt das: jede Koordinate einzeln mitteln.

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    Schritt 5: Koordinatenweise mitteln.

    M(1+52  ∣  2+82  ∣  3+32)=M(62  ∣  102  ∣  62)=M(3∣5∣3)M\left(\frac{1+5}{2} \;\Big|\; \frac{2+8}{2} \;\Big|\; \frac{3+3}{2}\right) = M\left(\frac{6}{2} \;\Big|\; \frac{10}{2} \;\Big|\; \frac{6}{2}\right) = M(3 \mid 5 \mid 3)

    Die dritte Koordinate bleibt 33, sinnvoll, denn wenn beide Punkte auf der Höhe 33 liegen, muss auch ihre Mitte dort liegen.

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    Schritt 6: Kontrolle des Mittelpunkts. Zwei unabhängige Prüfungen:

    Liegt MM dazwischen? Jede Koordinate von MM muss zwischen denen von AA und BB liegen: 1<3<51 < 3 < 5 ✓, 2<5<82 < 5 < 8 ✓, 3=3=33 = 3 = 3 ✓

    Gleiche Abstände? AM⃗=(230)\vec{AM} = \begin{pmatrix} 2 \\ 3 \\ 0 \end{pmatrix} mit ∣AM⃗∣=4+9=13|\vec{AM}| = \sqrt{4+9} = \sqrt{13}, und MB⃗=(230)\vec{MB} = \begin{pmatrix} 2 \\ 3 \\ 0 \end{pmatrix} mit demselben Betrag ✓

    Beide Teilstrecken messen 13\sqrt{13}, zusammen 2132\sqrt{13}, also genau den in Schritt 3 berechneten Abstand ✓

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    Schritt 7: Einheiten und Antwort. Der Abstand wird in Längeneinheiten (LE) angegeben, da die Achsen keine physikalische Einheit tragen. Der Mittelpunkt ist ein Punkt und bekommt deshalb keine Einheit, sondern die Punktschreibweise mit senkrechten Strichen.

    Plausibilität des Abstands: Die längste Einzelkoordinate der Verschiebung ist 66, die Summe der Beträge 4+6+0=104+6+0=10. Der direkte Weg muss dazwischenliegen: 6<7,21<106 < 7{,}21 < 10 ✓

Abstand: d(A,B)=213≈7,21d(A,B) = 2\sqrt{13} \approx 7{,}21 LE · Mittelpunkt: M(3∣5∣3)M(3 \mid 5 \mid 3)

Der Ablauf für beide Teilaufgaben: zuerst den Verbindungsvektor bilden. Er trägt die ganze Information. Der Abstand ist sein Betrag, der Mittelpunkt der der . Kontrolle: MM muss von beiden Punkten gleich weit entfernt sein.

Fehlende Würfelecke bestimmen

Ein hat die Ecken A(0∣0∣0)A(0|0|0), B(4∣0∣0)B(4|0|0), D(0∣4∣0)D(0|4|0) und E(0∣0∣4)E(0|0|4). Bestimme die Ecke GG, die AA diagonal gegenüberliegt (Raumdiagonale).

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    Die Angaben lesen. Vier Ecken sind gegeben, und ihre Koordinaten verraten die Lage des Würfels:

    • A(0∣0∣0)A(0|0|0) liegt im Ursprung.
    • BB, DD und EE unterscheiden sich von AA jeweils in genau einer Koordinate, und zwar um 44.

    Das bedeutet: Die drei Kanten von AA aus verlaufen entlang der Koordinatenachsen, und die Kantenlänge beträgt a=4a = 4. Genau die günstige Lage aus der Theorie.

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    Schritt 1: Was heißt „diagonal gegenüber"? Nicht jede Ecke, die weit weg aussieht, ist die richtige. Der Würfel hat drei Arten von Verbindungen von AA aus:

    • Kante: eine Koordinate ändert sich (drei Stück: BB, DD, EE)
    • Flächendiagonale: zwei Koordinaten ändern sich (drei Stück)
    • Raumdiagonale: alle drei Koordinaten ändern sich (genau eine)

    Gesucht ist also die Ecke, bei der man von AA aus in allen drei Richtungen die volle Kantenlänge geht.

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    Schritt 2: Die Koordinaten aufstellen. Von A(0∣0∣0)A(0|0|0) aus in allen drei Richtungen um 44:

    G(4∣4∣4)G(4 \mid 4 \mid 4)

    Kontrolle mit der Systematik aus der Theorie: Jede Würfelecke hat in jeder Koordinate entweder 00 oder 44. GG hat dreimal 44. Das ist die einzige Ecke, die sich in allen Koordinaten von AA (dreimal 00) unterscheidet ✓

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    Schritt 3: Die Raumdiagonale als . Um ihre Länge zu bestimmen, brauchen wir zuerst den Verbindungsvektor:

    AG⃗=(444)−(000)=(444)\vec{AG} = \begin{pmatrix} 4 \\ 4 \\ 4 \end{pmatrix} - \begin{pmatrix} 0 \\ 0 \\ 0 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 4 \\ 4 \\ 4 \end{pmatrix}

    Weil AA im Ursprung liegt, stimmt der Verbindungsvektor hier ausnahmsweise mit den Koordinaten von GG überein. Das gilt nur bei einer Ecke im Ursprung, sonst muss regulär subtrahiert werden.

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    Schritt 4: Die Länge berechnen.

    ∣AG⃗∣=42+42+42=16+16+16=48|\vec{AG}| = \sqrt{4^2 + 4^2 + 4^2} = \sqrt{16+16+16} = \sqrt{48}

    Vereinfachen: 48=16⋅348 = 16 \cdot 3, und 16=4\sqrt{16} = 4:

    48=43≈6,93\sqrt{48} = 4\sqrt{3} \approx 6{,}93
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    Schritt 5: Kontrolle mit der allgemeinen Formel. Für einen Würfel mit der Kantenlänge aa gibt es die Formel d=a3d = a\sqrt{3}. Auch sie ist nur der zweifache , hier allgemein statt mit Zahlen:

    Flächendiagonale: a2+a2=a2\sqrt{a^2+a^2} = a\sqrt2. Raumdiagonale: (a2)2+a2=2a2+a2=a3\sqrt{(a\sqrt2)^2 + a^2} = \sqrt{2a^2+a^2} = a\sqrt3.

    Mit a=4a = 4: 43≈6,934\sqrt{3} \approx 6{,}93 ✓, dasselbe Ergebnis wie über die Koordinaten.

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    Schritt 6: Plausibilität. Die Raumdiagonale muss länger als jede Kante (44) und länger als jede Flächendiagonale (42≈5,664\sqrt2 \approx 5{,}66) sein, aber kürzer als der Weg über drei Kanten (1212):

    4<5,66<6,93<12  ✓4 < 5{,}66 < 6{,}93 < 12 \;\checkmark

    Der Wert liegt genau im erwarteten Bereich.

G(4∣4∣4)G(4 \mid 4 \mid 4); die Raumdiagonale misst 43≈6,934\sqrt{3} \approx 6{,}93 LE.

Zum Mitnehmen: Zähle bei Würfel- und Quaderaufgaben, in wie vielen Koordinaten sich zwei Ecken unterscheiden, eine bedeutet Kante, zwei Flächendiagonale, drei Raumdiagonale. Das ersetzt die räumliche Vorstellung durch eine sichere Abzählung.

Dreieck im Raum untersuchen

Gegeben sind A(2∣1∣3)A(2|1|3), B(6∣4∣3)B(6|4|3) und C(2∣4∣7)C(2|4|7). Untersuche, ob das ABCABC gleichschenklig und ob es rechtwinklig ist.

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    Was ist zu tun, und womit? Beide Fragen betreffen Seitenlängen:

    • Gleichschenklig heißt: (mindestens) zwei Seiten sind gleich lang.
    • Rechtwinklig lässt sich über die Umkehrung des Satzes von prüfen (Klasse 9): Gilt in einem Dreieck a2+b2=c2a^2 + b^2 = c^2 mit der längsten Seite cc, so ist es rechtwinklig, und andernfalls nicht.

    Der Plan: alle drei Seitenlängen berechnen, dann beide Fragen daran beantworten.

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    Schritt 1: Die drei Verbindungsvektoren. Jede Seite ist die Verbindung zweier Ecken, jeweils „Spitze minus Fuß":

    AB⃗=(6−24−13−3)=(430)\vec{AB} = \begin{pmatrix} 6-2 \\ 4-1 \\ 3-3 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 4 \\ 3 \\ 0 \end{pmatrix} AC⃗=(2−24−17−3)=(034)\vec{AC} = \begin{pmatrix} 2-2 \\ 4-1 \\ 7-3 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 0 \\ 3 \\ 4 \end{pmatrix} BC⃗=(2−64−47−3)=(−404)\vec{BC} = \begin{pmatrix} 2-6 \\ 4-4 \\ 7-3 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} -4 \\ 0 \\ 4 \end{pmatrix}

    Die Richtung ist hier gleichgültig: Für eine Länge spielt es keine Rolle, ob man BC⃗\vec{BC} oder CB⃗\vec{CB} nimmt, beim Quadrieren verschwinden die Vorzeichen ohnehin.

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    Schritt 2: Die Seitenlängen.

    ∣AB⃗∣=42+32+02=16+9=25=5|\vec{AB}| = \sqrt{4^2+3^2+0^2} = \sqrt{16+9} = \sqrt{25} = 5 ∣AC⃗∣=02+32+42=9+16=25=5|\vec{AC}| = \sqrt{0^2+3^2+4^2} = \sqrt{9+16} = \sqrt{25} = 5 ∣BC⃗∣=(−4)2+02+42=16+16=32=42≈5,66|\vec{BC}| = \sqrt{(-4)^2+0^2+4^2} = \sqrt{16+16} = \sqrt{32} = 4\sqrt2 \approx 5{,}66

    Bei (−4)2=+16(-4)^2 = +16 die Klammer beachten, das Quadrat einer negativen Zahl ist positiv.

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    Schritt 3: Erste Frage beantworten, gleichschenklig? Zwei der drei Seiten sind gleich lang:

    ∣AB⃗∣=∣AC⃗∣=5|\vec{AB}| = |\vec{AC}| = 5

    Ja, das Dreieck ist gleichschenklig. Die beiden gleich langen Seiten heißen Schenkel, die dritte Seite BC‾\overline{BC} ist die Basis.

    Die Spitze liegt bei AA, dort treffen die beiden Schenkel zusammen. Diese Angabe gehört zu einer vollständigen Antwort, denn „gleichschenklig" allein sagt noch nicht, welche Ecke die besondere ist.

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    Schritt 4: Zweite Frage vorbereiten, welche Seite ist die längste? Für die Pythagoras-Umkehrung muss die längste Seite auf der einen Seite der stehen, denn nur sie kann die sein.

    Vergleich: 55, 55 und 42≈5,664\sqrt2 \approx 5{,}66. Die längste Seite ist BC‾\overline{BC}.

    Falls das Dreieck rechtwinklig wäre, läge der rechte Winkel folglich bei AA, dem Punkt gegenüber der längsten Seite.

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    Schritt 5: Die Pythagoras-Bedingung prüfen. Wir rechnen mit den Quadraten, das erspart die :

    ∣AB⃗∣2+∣AC⃗∣2=25+25=50|\vec{AB}|^2 + |\vec{AC}|^2 = 25 + 25 = 50 ∣BC⃗∣2=32|\vec{BC}|^2 = 32 50≠3250 \neq 32

    Die Bedingung ist nicht erfüllt, das Dreieck ist nicht rechtwinklig.

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    Schritt 6: Das Ergebnis deuten. Die Abweichung sagt sogar, in welche Richtung:

    Weil ∣AB⃗∣2+∣AC⃗∣2=50|\vec{AB}|^2 + |\vec{AC}|^2 = 50 größer ist als ∣BC⃗∣2=32|\vec{BC}|^2 = 32, ist die gegenüberliegende Seite kürzer, als sie bei einem rechten Winkel sein müsste. Der Winkel bei AA ist demnach spitz, also kleiner als 90°90°.

    Anschaulich: Je weiter man die beiden Schenkel zusammenklappt, desto kürzer wird die Basis dazwischen.

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    Schritt 7: Plausibilität. Zwei Kontrollen:

    Dreiecksungleichung: Jede Seite muss kürzer sein als die Summe der beiden anderen: 5,66<5+5=105{,}66 < 5 + 5 = 10 ✓, die drei Punkte bilden tatsächlich ein Dreieck und liegen nicht auf einer Geraden.

    Größenordnung: Alle drei Seiten liegen zwischen 55 und 5,665{,}66, sind also fast gleich lang. Ein solches Dreieck ist beinahe gleichseitig, und in einem gleichseitigen Dreieck betragen alle Winkel 60°60°. Dass der Winkel bei AA spitz ist, passt dazu ✓

Das Dreieck ist gleichschenklig mit den Schenkeln AB‾=AC‾=5\overline{AB} = \overline{AC} = 5 LE und der Basis BC‾=42≈5,66\overline{BC} = 4\sqrt2 \approx 5{,}66 LE. Es ist nicht rechtwinklig, da 52+52=50≠32=(42)25^2 + 5^2 = 50 \neq 32 = (4\sqrt2)^2; der bei AA ist spitz.

Der Ablauf bei Figur-Untersuchungen: alle Seitenlängen über Verbindungsvektoren und Beträge bestimmen → gleiche Längen vergleichen (gleichschenklig/gleichseitig) → längste Seite suchen und die Pythagoras-Umkehrung mit den prüfen (rechtwinklig).

Typischer Fehler

Abstand von A(1∣2∣3)A(1|2|3) und B(4∣6∣3)B(4|6|3): „42+62+32=61\sqrt{4^2 + 6^2 + 3^2} = \sqrt{61}."

Hier wurden die Koordinaten von BB statt der Differenzen eingesetzt! Der Abstand nutzt den Verbindungsvektor AB⃗=B−A=(3∣4∣0)\vec{AB} = B - A = (3|4|0), also 32+42+02=5\sqrt{3^2 + 4^2 + 0^2} = 5. Immer erst „Spitze minus Fuß" rechnen, dann den Betrag bilden. Wer die absoluten Koordinaten quadriert, misst den Abstand vom Ursprung, nicht zwischen den Punkten.

Übung 1

leicht

Berechne Abstand und Mittelpunkt von A(2∣0∣1)A(2|0|1) und B(2∣6∣9)B(2|6|9).

Tipp anzeigen

AB⃗=B−A\vec{AB} = B - A.

Lösung anzeigen

AB⃗=(0∣6∣8)\vec{AB} = (0|6|8); Abstand =0+36+64=100=10= \sqrt{0 + 36 + 64} = \sqrt{100} = 10 LE.

M=(2∣3∣5)M = (2 | 3 | 5)

Detaillierte Schritterklärung anzeigen

Hier wird jeder Schritt einzeln erklärt, vor allem, warum er gemacht wird.

Erklärungstiefe

✦ Empfohlen: Standard – Die normale Erklärungstiefe passt zum Einstieg.

  1. 1

    Verbindungsvektor bilden

    AB⃗=OB⃗−OA⃗=(2−2∣6−0∣9−1)=(0∣6∣8)\vec{AB} = \vec{OB} - \vec{OA} = (2-2 \mid 6-0 \mid 9-1) = (0 \mid 6 \mid 8).

  2. 2

    Abstand als Betrag

    d=∣AB⃗∣=02+62+82=0+36+64=100=10d = |\vec{AB}| = \sqrt{0^2 + 6^2 + 8^2} = \sqrt{0 + 36 + 64} = \sqrt{100} = 10 LE.

    0+36+64=100=10\sqrt{0 + 36 + 64} = \sqrt{100} = 10

    Zwischenergebnis

    d=10d = 10 LE

  3. 3

    Mittelpunkt bestimmen

    M=(2+22 | 0+62 | 1+92)=(2∣3∣5)M = \left(\frac{2+2}{2} \,\middle|\, \frac{0+6}{2} \,\middle|\, \frac{1+9}{2}\right) = (2 \mid 3 \mid 5).

Übung 2

mittel

Ein hat die Ecken A(1∣1∣0)A(1|1|0), B(5∣1∣0)B(5|1|0), C(3∣4∣0)C(3|4|0). a) In welcher Ebene liegt es? b) Berechne die Seitenlänge AB‾\overline{AB}. c) Ist das Dreieck gleichschenklig? (Prüfe AC‾\overline{AC} und BC‾\overline{BC}.)

Tipp anzeigen

Alle x3=0x_3 = 0; Beträge der Verbindungsvektoren.

Lösung anzeigen

a) Alle dritten Koordinaten sind 0 → in der x1x2x_1x_2-Ebene.

b) AB⃗=(4∣0∣0)\vec{AB} = (4|0|0), ∣AB⃗∣=4|\vec{AB}| = 4.

c) AC⃗=(2∣3∣0)\vec{AC} = (2|3|0), ∣AC⃗∣=13|\vec{AC}| = \sqrt{13}; BC⃗=(−2∣3∣0)\vec{BC} = (-2|3|0), ∣BC⃗∣=13|\vec{BC}| = \sqrt{13}. Gleich → gleichschenklig (AC‾=BC‾\overline{AC} = \overline{BC}).

Detaillierte Schritterklärung anzeigen

Hier wird jeder Schritt einzeln erklärt, vor allem, warum er gemacht wird.

Erklärungstiefe

✦ Empfohlen: Standard – Die normale Erklärungstiefe passt zum Einstieg.

  1. 1

    a) Die gemeinsame Ebene erkennen

    Alle drei Punkte haben x3=0x_3 = 0 → das Dreieck liegt vollständig in der x1x2x_1x_2-Ebene (der „Bodenebene" des ).

  2. 2

    b) Seitenlänge AB

    AB⃗=(4∣0∣0)\vec{AB} = (4 \mid 0 \mid 0), also ∣AB⃗∣=16=4|\vec{AB}| = \sqrt{16} = 4.

    ∣AB⃗∣=16+0+0=4|\vec{AB}| = \sqrt{16 + 0 + 0} = 4

  3. 3

    c) Gleichschenkligkeit über zwei Beträge

    AC⃗=(2∣3∣0)\vec{AC} = (2 \mid 3 \mid 0), ∣AC⃗∣=4+9=13|\vec{AC}| = \sqrt{4 + 9} = \sqrt{13}; BC⃗=(−2∣3∣0)\vec{BC} = (-2 \mid 3 \mid 0), ∣BC⃗∣=4+9=13|\vec{BC}| = \sqrt{4 + 9} = \sqrt{13}. Gleich → gleichschenklig mit Basis AB‾\overline{AB}.

Übung 3

schwer

Gegeben A(2∣1∣4)A(2|1|4) und der Mittelpunkt M(5∣3∣1)M(5|3|1) der Strecke AB‾\overline{AB}. a) Bestimme den Endpunkt BB. b) Berechne die Länge der Strecke AB‾\overline{AB}.

Tipp anzeigen

a) M=12(A+B)⇒B=2M−AM = \frac{1}{2}(A+B) \Rightarrow B = 2M - A.

Lösung anzeigen

a) B=2M−A=(10∣6∣2)−(2∣1∣4)=(8∣5∣−2)B = 2M - A = (10|6|2) - (2|1|4) = (8|5|-2).

b) AB⃗=(6∣4∣−6)\vec{AB} = (6|4|-6); ∣AB⃗∣=36+16+36=88=222≈9,38|\vec{AB}| = \sqrt{36 + 16 + 36} = \sqrt{88} = 2\sqrt{22} \approx 9{,}38 LE.

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Hier wird jeder Schritt einzeln erklärt, vor allem, warum er gemacht wird.

Erklärungstiefe

✦ Empfohlen: Standard – Die normale Erklärungstiefe passt zum Einstieg.

  1. 1

    a) Die Mittelpunktsformel umkehren

    Aus OM⃗=12(OA⃗+OB⃗)\vec{OM} = \frac{1}{2}(\vec{OA} + \vec{OB}) folgt OB⃗=2OM⃗−OA⃗\vec{OB} = 2\vec{OM} - \vec{OA}: B=(10∣6∣2)−(2∣1∣4)=(8∣5∣−2)B = (10 \mid 6 \mid 2) - (2 \mid 1 \mid 4) = (8 \mid 5 \mid -2).

  2. 2

    a) Mit der Definition prüfen

    Kontrolle: AM⃗=(3∣2∣−3)\vec{AM} = (3 \mid 2 \mid -3) und MB⃗=(8−5∣5−3∣−2−1)=(3∣2∣−3)\vec{MB} = (8-5 \mid 5-3 \mid -2-1) = (3 \mid 2 \mid -3) ✓.

  3. 3

    b) Länge der Strecke

    AB⃗=(6∣4∣−6)\vec{AB} = (6 \mid 4 \mid -6): ∣AB⃗∣=36+16+36=88=222≈9,38|\vec{AB}| = \sqrt{36 + 16 + 36} = \sqrt{88} = 2\sqrt{22} \approx 9{,}38 LE.

    36+16+36=88\sqrt{36 + 16 + 36} = \sqrt{88}

    Zwischenergebnis

    ∣AB⃗∣=222|\vec{AB}| = 2\sqrt{22} LE

Zusammenfassung

Im räumlichen hat jeder Punkt drei Koordinaten. Der Mittelpunkt einer Strecke ist der der Koordinaten, der Abstand der Betrag des Verbindungsvektors (B−AB - A, dann 3D-Pythagoras). Aus Figur-Eigenschaften (, ) folgen fehlende Koordinaten, und Null-Koordinaten verraten Lagen auf Achsen oder in Koordinatenebenen.